Das Ostereierwerfen der TG Schura zog am Ostermontag so viele Teilnehmer und Zuschauer wie noch nie auf das Sportgelände an der Hölzlestraße. Große und auch viele kleine Eierwerfer hatten bei idealen Wettervoraussetzungen ihren Spaß. Foto: Ingrid Kohler

Die Traditionsveranstaltung der Turngemeinde Schura nimmt Jahr für Jahr an Fahrt auf. Es werden immer mehr Teilnehmer. Der neue Tagessieger heißt Yannick Nieß.

Schon um kurz nach zehn Uhr waren am Ostermontag die ersten Teilnehmer am Start.

 

Alle Generationen hatten ihren Spaß am Eierwerfen. Diese Tradition reicht in der Region um Schura weit mehr als 100 Jahre zurück.

Im Aufblühen der Nachkriegsjahre war sie zwar eher in Vergessenheit geraten, wurde dann aber im Jahr 1978 eigentlich aus einer Bierlaune heraus von der Handballabteilung der TG Schura – und allen voran vom damals 18-jährigen Rudi Pfründer – aus dem Dornröschenschlaf erweckt.

Waren es anfangs nur die TGS-Mitglieder, die sich in dieser österlichen Disziplin maßen, nahm die Veranstaltung bis ins Jahr 2019 mit damals einer Rekordteilnehmerzahl von 165 an Fahrt auf.

251 an der Zahl

Nach drei Jahren Pandemiebedingter Unterbrechung können Oskar Döring und Kevin Ott, die seit dem Jahr 2011 zum 15. Mal die Hauptorganisatoren des Eierwerfens waren, jährlich neue Rekordteilnehmerzahlen vermelden. So waren es an diesem Ostermontag sage und schreibe 251 große und kleine Eierwerferinnen und -werfer, die wieder aus der weiten Region, sogar bis aus der Schweiz und aus Bielefeld zum Sportplatz der TG Schura kamen, um sich in 13 Altersklassen mit viel Spaß mit den bunten österlichen Wurfgeschossen zu messen.

Erstmals war auf dem großen Sportplatz der TG Schura zur Freude der jüngsten Teilnehmer auch eine Hüpfburg aufgestellt.

So wurde der Sportplatz an der Hölzlestraße, nicht zuletzt aufgrund des guten Wetters – nicht zu heiß, nicht zu kalt und trocken bis weit nach der Siegerehrung – einmal mehr zu einem kleinen Oster-Volksfestplatz.

Werfen auf zwei Parcours

Die vielen helfenden Hände des Gesamtvereins TG Schura sorgten dafür, dass niemand hungern und Durst leiden musste. Grillwürste, Pommes, kalte Getränke, Kaffee und Kuchen gingen weg wie die warmen Wecken. Das Ostereierwerfen sei inzwischen neben der jährlichen Schrottsammlung eine der wichtigsten Einnahmequelle der TG Schura, meinte Oskar Döring und „für die Kleinsten das Beste, was die TGS zu bieten hat“.

Mit den bunten Ostereiern wurde auf zwei Parcours geworfen. Die mit nur 30 Metern Weite ausgesteckte Länge war den Kindern vorbehalten, die aber beachtliche Leistungen zeigten.

32 Teilnehmer gab es in der jüngsten Gruppe bis zu drei Jahren. Und da hatte mit sechs Metern Weite Mathilda Ruggieri die Nase ganz vorne und durfte sich über ein schokoladiges Osternestchen freuen.

Beachtlich weit fliegen die Eier

Erstaunliche Weiten erzielten auch die Jungs in der Altersklasse elf bis 14 Jahre. Fabian Fausers Ei flog 61 Meter und hatte lediglich einen Abstand von sieben Metern zum Tagesbesten Yannick Nieß, der es in der wie immer größten Gruppe, nämlich den Herren von 18 bis 49 Jahren bei 68 Teilnehmern, auf 68 Meter Weite schaffte.

Die Frage, ob der Weitenrekord von 93 Metern, den Anfang der 1980er-Jahre Rudi Pfründer aufgestellt hat, jemals noch geknackt wird, bleibt weiter offen.

Lucie Heini gewinnt bei den Damen

Tagesbeste bei den Damen von 18 bis 40 Jahre wurde Lucie Heini mit beachtlichen 47 Metern. Die jeweils drei Besten der insgesamt 13 Altersgruppen erhielten österliche Preise und für alle der vielen kleinen Teilnehmer hatten Oskar Döring und Kevin Ott Körbchen mit süßen Osterüberraschungen dabei samt der Ankündigung: Das 47. Ostereierwerfen findet am Ostermontag 2027 statt.