So wollen die Balinger Zweitliga-Handballer im Topspiel bei der SG BBM Bietigheim ihre Tabellenführung verteidigen.
Mit einem echten Knüller verabschiedet sich Handball-Zweitligist an diesem Samstag in die Pause. Der Tabellenzweite tritt zum Württemberg-Derby beim Dritten und Erstliga-Absteiger SG BBM Bietigheim an (19.30 Uhr, Ege Trans Arena).
Vor Wochenfrist führten die Bietigheimer, bei denen mit Fabian Wiederstein, Moritz Strosack und Juan de la Peña, drei Spieler mit HBW-Vergangenheit zu den Stützen zählen, das Tableau noch an, doch mit der 21:28-Niederlage beim 1. VfL Potsdam fiel das Team von Trainer Iker Romero aufgrund des schwächeren Torverhältnisses hinter den HBW und den HC Elbflorenz-Dresden (alle 26:6 Punkte) zurück. Am Freitag übernahm Dresden mit einem 42:34 beim Dessau-Roßlauer HV die Spitze.
Gastgeber top eingespielt
„Wir haben uns dieses Hinrundenfinale verdient und werden alles reinhauen. Wir wollen dieses Spiel mit aller Macht gewinnen“, sagt Matti Flohr, Trainer der „Gallier“. Doch er weiß, dass im Ellental eine ganz knifflige Aufgabe auf sein Team zukommt. „Mit Bietigheim erwartet uns eine bundesligaerprobte Mannschaft. Der Kader ist nach dem Abstieg nahezu zusammengeblieben, was ungewöhnlich ist. Sie sind eingespielt, verfügen über eine hohe Qualität, einen engen und sehr stabilen Abwehrverbund sowie ein klares System im Angriff. Bietigheim ist nicht umsonst mit uns oben in der Spitzengruppe.“ Zwar ruft die SG BBM ihr wahres Leistungsvermögen nicht regelmäßig ab und quält sich auch mal zu einem hauchdünnen Erfolg über einen Hinterbänkler, doch Flohr sagt: „Ich rechne mit dem maximalen Bietigheim, gerade nach der Niederlage in Potsdam kommt der HBW doch gerade recht.“
HBW setzt auf Angriffstärke
Die Defensive mit den Top-Keepern Martin Tomovski und Jan Hrdlicka erachtet Flohr als Prunkstück der SG: „Das ist die beste Abwehr der Liga. Wiederstein hält den Laden schon richtig gut zusammen. Aber wir müssen uns sicher nicht verstecken und müssen unsere Stärken Variabilität und Spielfluss durchziehen.“ Verzichten muss der HBW auf Merlin Fuß und Abwehrkante Stefan Bauer. Spielmacher Magnus Grupe ist nach einer langen Verletzungspause dabei, ob er spielt, lässt Flohr offen.
Ab dem 7. Februar geht’s weiter
Nach dem Topspiel gönnt Flohr seiner Mannschaft eine Woche Urlaub, danach dürfen seine Spieler eine Woche einen individuellen Trainingsplan abarbeiten, ehe sich das Team ab dem 14. Januar wieder zu gemeinsamen Einheiten trifft.
Weiter geht es für den HBW nach der Handball-Europameisterschaft (15. Januar bis 1. Februar) am Samstag, 7. Februar, mit dem Heimspiel gegen den 1. VfL Potsdam.