Derry Scherhant (links) reist am Samstag mit dem SC Freiburg nach Bremen, Johan Manzambi fehlt gesperrt. Foto: Tom Weller/dpa

Ohne den gesperrten Johan Manzambi, dafür aber mit dem Derbysieg im Rücken, trifft der SC Freiburg am Samstag auf Werder Bremen. Danach beginnt die Dreifachbelastung.

In der schnelllebigen Bundesliga steht der SC Freiburg oft sinnbildlich für Ruhe. Was jedoch nicht heißt, dass man den Fehlstart mit zwei Niederlagen vor der Länderspielpause ignoriert hatte. „Das merkt man dann doch hier auch in Freiburg, dass zwei Niederlagen nicht spurlos an einem vorbeigehen“, sagte etwa Innenverteidiger Matthias Ginter am Samstagabend nach dem 3:1-Sieg des SC Freiburg gegen den VfB Stuttgart.

 

Dass der erste Saisonsieg wichtig war, betonte auch Trainer Julian Schuster am Donnerstag bei der Pressekonferenz vor der Auswärtspartie bei Werder Bremen (15.30 Uhr/Sky). Und ebenso klar ist, dass der Sport-Club zu Beginn der ersten englischen Woche in Bremen nachlegen will.

Auch der Gegner hat in der Vorwoche seinen ersten Bundesliga-Sieg der neuen Saison gefeiert und überzeugte beim 4:0 in Mönchengladbach auf ganzer Linie. Kurios: Borussia-Trainer Gerardo Seoane war bereits der zweite Coach, der nach einem Spiel gegen Bremen gehen musst. Vor der Länderspielpause trennte sich Bayer Leverkusen von Erik ten Hag, nachdem Werder in letzter Minute zum 3:3 traf und den Leverkusener Fehlstart perfekt machte.

Auch der Gegner hat Selbstbewusstsein getankt

Man werde daher auf eine Mannschaft treffen, die auch dem vergangenen Spiel viel Selbstbewusstsein habe, sagte Schuster am Donnerstag. Doch auch seine Mannschaft dürfte mit breiter Brust nach Bremen reisen. „Das war jetzt so ein bisschen der Startschuss für die Saison, mit zwei Spieltagen Verspätung“, sagte Ginter nach dem Stuttgart-Spiel.

„Ein, zwei Überlegungen“, um Manzambi zu ersetzen

Einer der besten Freiburger in dieser Partie muss jedoch zu Hause bleiben. Johan Manzambi wurde nach seiner „ärgerlichen“ (Schuster) Roten Karte für zwei Ligaspiele gesperrt und darf erst am Mittwoch gegen den FC Basel in der Europa League wieder eingreifen. Es gebe „ein, zwei Überlegungen“, wie man ihn ersetze, so Schuster am Donnerstag. Über die endgültige Entscheidung wolle er jedoch noch einmal schlafen.

Ob Igor Matanović dabei zu seinem ersten Einsatz von Beginn an kommt, ist noch offen. „Es war eine sehr große Ausnahme, dass er im Kader war“, verwies Schuster auf die wenigen Einheiten, die der spätere Doppelpacker verletzungsbedingt vor der Partie gegen den VfB absolviert hatte. Mit einer Trainingswoche mehr in den Beinen dürfte zumindest sein Kaderplatz jedoch nicht mehr zur Diskussion stehen. Und dass der neue SC-Mittelstürmer auch als Joker gefährlich ist, hat er bei seinem Debüt eindrucksvoll unter Beweis gestellt.