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Filialnetz der fusionierten Dresdner und Commerzbank wird auch in Stuttgart schrumpfen.

Stuttgart - Das grüne Band der Sympathie ist Geschichte - die Bankenszene wird dafür etwas gelber. Mit der Fusion von Dresdner Bank und Commerzbank wird aber auch das Filialnetz in der Landeshauptstadt kleiner. Neun von bisher 20 Filialen der beiden Banken könnten demnächst in Stuttgart verschwinden. Am Montag sollen nähere Details genannt werden.

Vor knapp zwei Jahren hatte die gelbe Commerzbank die grüne Dresdner Bank übernommen - denn rote Zahlen sind schlechte Geschäfte, Vorstände können sich darüber nur schwarzärgern. Derzeit ist der Austausch der Logos im vollen Gange. Bis August soll der neue Schriftzug mit der gelben Raute an allen Filialen prangen. Deutschlandweit kostet das die zweitgrößte deutsche Geschäftsbank 50 Millionen Euro.

Sehr blauäugig wäre es freilich, wenn nach der Fusion Einsparpotenziale nicht genutzt würden. Viele der früher konkurrierenden Filialen liegen in direkter Nachbarschaft. In der Landeshauptstadt würden demnach zwölf Filialen ausreichen. Ähnliche Standortkonflikte gibt es aber auch in der Region - etwa in Ludwigsburg, Fellbach oder Esslingen. Im Internet wurde schon aufgeräumt: Die Homepage der Dresdner Bank ist abgeschaltet - sie führt zum neuen Team der Commerzbank. Die endgültige Integration der beiden Banken wird freilich noch bis Frühjahr 2011 dauern, bis alle Systeme auf einer Plattform geschaltet sind.

Die Kundenzahl der neuen Commerzbank liegt bundesweit bei etwa elf Millionen. Im ersten Quartal 2010 hat die Bank einen überraschend hohen Gewinn von 700 Millionen Euro eingefahren, ist mit dem zweiten Quartal auch "nicht unzufrieden". Noch ist alles im roten Bereich, die Hoffnung aber ist gelb.

Welche Filialen betroffen sein könnten erfahren Sie in den Stuttgarter Nachrichten vom 25. 6.