Im Rahmen der Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen hat die Gemeinde Loßburg Handlungsbedarf bei der Aufwandsentschädigung für die Gemeinderäte und Ortsvorsteher erkannt. (Symbolfoto) Foto: Aaron Amat/Shutterstock

Die Gemeinde Loßburg möchte ihre Ausgaben reduzieren und fängt damit direkt in den eigenen Reihen an. Wie viel Geld die Gemeinderäte und Ortsvorsteher nun weniger bekommen.

Dass es nicht gerade gut um den Haushalt der Gemeinde Loßburg steht, ist schon länger bekannt. Doch nun geht es an die sprichwörtlichen Nieren: Die Aufwandsentschädigung für Gemeinderäte und Ortsvorsteher. Diese wurden nun nämlich im Rahmen der Haushaltskonsolidierung gekürzt.

 

Der Gemeinderat habe selbst seinen Teil dazu beitragen wollen, die Ausgaben der Gemeinde zu reduzieren, erklärte die Leiterin des Haupt- und Personalamts, Anja Lewandowski, in der jüngsten Sitzung. Ziel sei es, so den Haushalt langfristig zu stabilisieren.

Im Vorfeld habe es bereits diverse Diskussionen über die genaue Höhe der Entschädigungen gegeben, erklärte Bürgermeister Christoph Enderle. Am Ende habe man sich jedoch einigen können. Dementsprechend gering war der Gesprächsbedarf der Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung. Teilnahmslos blickten die Räte in ihre Unterlagen, während Lewandowski die genauen Zahlen vorstellte.

Weniger Lohn für Gemeinderäte und Ortsvorsteher

Ab sofort bekommen Gemeinderäte als Entschädigung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit je Sitzung nur noch 38 Euro, statt wie bisher 42 Euro – eine Kürzung um vier Euro pro Sitzung. Durch diese Anpassung werde ein Beitrag zur Ausgabenkonsolidierung geleistet, ohne die Ausübung des Ehrenamts unverhältnismäßig zu erschweren, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Auch bei den Ortsvorstehern muss gespart werden. Die Entschädigung beträgt hier künftig nur noch 54 Prozent des Höchstbetrages der Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Ortsvorsteher, statt den bisherigen 60 Prozent – eine Kürzung um 10 Prozent des bisherigen Geldes

So viel spart die Gemeinde durch die Lohnkürzung ein

Auf den ersten Blick keine all zu überwältigenden Summen, die bei den Aufwandsentschädigung für die Gemeinderäte und Ortsvorsteher eingespart werden. Für die Gemeinde sieht die Rechnung jedoch anders aus: Insgesamt 14 310 Euro sollen die Kürzungen jährlich an Ausgaben einsparen.

Einstimmig segnete der Gemeinderat die neue Fassung der Satzung über die Entschädigung ehrenamtlicher Tätigkeit ab. Neben den neuen, gekürzten Beträgen seien lediglich redaktionelle Änderung vorgenommen worden. Die alte Satzung aus dem Jahr 2007, mit zwei Änderungen aus 2012 und einer weiteren aus 2024 sei einfach etwas unübersichtlich geworden, erklärte Lewandowski.