Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sanken im Jahr 2024 auf einen historischen Tiefstand. (Symbolfoto) Foto: Ulrich Schlenker

Der Unterkirnacher Jahresabschluss 2024 verdeutlicht die Probleme im Gewerbe.

Der Gemeinderat von Unterkirnach hat den Jahresabschluss für 2024 festgestellt. Bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer gab es einen Tiefstand.

 

Kämmerer Bastian Pfliegensdörfer legte dem Gemeinderat die Schlusszahlen für das vorletzte Jahr vor. Dabei springt die massive Verschlechterung bei der Gewerbesteuer ins Auge.

Nur noch 101 000 Euro flossen in die Kassen des Schwarzwalddorfs. Das ist ein Minus von 189 000 Euro gegenüber dem Haushaltsplan für das Jahr 2024. „Es gab eine Gewerbesteuererstattung für vorhergehende Jahre“, begründete Pfliegensdörfer die für seine Gemeinde nicht vorhersehbare Planunterschreitung.

Früher höhere Einnahmen

Noch viel deutlicher wird das Ausmaß des Tiefstands im Vergleich zu den früher in Unterkirnach sehr guten Gewerbesteuereinnahmen. Im Jahr 2021 waren es rund 1,5 Millionen Euro, im Jahr 2022 nach dem Wegzug des größten Gewerbesteuerzahlers immerhin auch noch knapp 0,6 Millionen Euro. Die Aufwendungen waren deutlich größer als die Erträge. Das ordentliche Ergebnis weist ein Minus von 370 856 Euro aus. Geschmälert wird dieser Verlust durch ein positives Sonderergebnis in Höhe von 213 013 Euro, das auf Gewinne aus Grundstücksverkäufen zurückgeht. Somit ergibt sich ein Gesamtergebnis von minus 157 843 Euro.

„Beim Abwasser verzeichneten wir im vorletzten Jahr eine Gebührenunterdeckung von 34 130 Euro“, zog Pfliegensdörfer einen weiteren Schlussstrich unter ein wirtschaftlich schwieriges Jahr. Dieses Minus wird vorgetragen. Es soll durch Überschüsse in Folgejahren wieder abgebaut werden.

Für das 2025 erwartet der Leiter des Rechnungsamts beim Abwasser einen Überschuss von ungefähr 15 000 Euro.