Der Schutterner Ortschaftsrat zählte wichtige Sanierungsprojekte auf. Ob der Friesenheimer Gemeinderat zustimmen wird, ist fraglich.
Die Dringlichkeiten für Investitionen sind in Schuttern gesetzt: Brandweg, Anbau Offohalle, Entkalkungsanlage und Instandhaltungsmaßnahmen an der Offohalle bleiben auf der Liste.
Neu hinzugekommen sind die Erhaltung der Wegkreuze. Allein fehlt dem Rat der Glaube daran, dass die Notwendigkeiten auch in Friesenheim im Gemeinderat den gewünschten Rückhalt erfahren.
Ortsvorsteher Jürgen Silberer hat sich in der vorgeschlagenen Bedarfserhebung an die nicht erfüllten Notwendigkeiten aus der Haushaltsberatung im Jahr 2025 orientiert.
Die Entkalkungsanlage soll dringend erneuert werden
Um eine Wasserenthärtungsanlage für die Offohalle kommt der Gemeinderat nun wirklich nicht drumrum, so Silberer. Mit einer Enthärtungsanlage hoffen Mitglieder des TuS künftig auch den Nassbereich in den Griff zu bekommen, erklärt Simon Greiner, CDU. Immerhin verlange der TuS auch Mitgliedsbeiträge und die Gemeinde Hallengebühren. Ortsvorsteher Jürgen Silberer betont: „Im Sanitärbereich wird regelmäßig der Thermostat geprüft und gereinigt. Ohne Entkalkungsanlage sei dies jedoch ein Fass ohne Boden, weshalb die Entkalkungsanlage in Höhe von 9000 Euro dringend notwendig sei.
Für die Tische gibt es eine Lösung
Nicht weniger notwendig sei seit vielen Jahren ein Anbau an die Offohalle für den Trainingsbereich. Der Anbau an die Sporthalle soll einen Lagerraum für Sportgeräte, aber auch einen Mehrzweckraum beinhalten und wurde vom TuS bereits im Jahr 2024 konkret angefragt und erbeten. Mit mehr als 600 Mitglieder platzt der TuS so gut wie aus den Nähten und der Platzbedarf sei immens. Ein Betrag müsse hier über die Bauverwaltung ermittelt werden.
Eine dringende Notwendigkeit sieht der Rat mehrheitlich nicht gegeben für die Neubeschaffung von 30 Tischen für die Offohalle. Da fehlende Tische immer aus den umliegenden Hallen, in der Regel die Auberghalle in Oberschopfheim, ausgeliehen werden, ließe sich den Betrag etwas weiter nach hinten rücken. Die 10 000 Euro sieht der Rat notwendiger in der Restaurierung von historischen Kreuzen. Vor der Ratssitzung hat Ortsvorsteher Jürgen Silberer zur Begutachtung der historischen Kreuze in Schuttern eingeladen.
Der Rat befürchtet eine Streichung von Wünschen
Die Ratsmitglieder haben sich gemeinsam mit Fred Kopf vom Historischen Verein auf den Weg durch Schuttern gemacht und sind gemeinsam die Wegkreuze abgefahren.
Zwei Wegkreuze stechen hier besonders hervor: Das Blattmannkreuz auf dem Friedhof und das Musslerkreuz am Brandweg. Hier erhofft sich Martin Buttenmüller, BfS (Bürger für Schuttern) eine Gemeinschaftsaktion von Gemeindeverwaltung und Historischem Verein. 10 000 Euro sollen für den Erhalt vorgesehen werden.
Für den Grundstückskauf von 20 Ar entlang des künftigen Radwegs Schuttern-Schutterzell sollen 5000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Bereits im Vorjahr war hier ein Platz mit Tisch und Bank vorgesehen. Als Zumutung betrachtet Marco Lippmann, CDU den Brandweg, der seit 15 Jahren eigentlich dringend saniert gehöre.
Ebenfalls seit vielen Jahren auf der Bedarfsliste zeigt sich eine Brücke über die Schutter vom Wohngebiet „Ober Rötle“ in die Unterdorfstraße. Insgesamt befürchtet der Rat ohnehin aufgrund der angespannten finanziellen Situation eher ein großes Streichkonzert. Die historische Klostermauer soll weiter saniert werden. Den entsprechenden Betrag gelte es auch hier zu ermitteln.
Noch in diesem Jahr soll die Grundschule eine neue Beleuchtung in den Klassenzimmern erhalten. 20 000 Euro stehen hier im Haushalt bereit. Weitere 50 000 Euro stehen für die Gehwegverbreiterung auf der Schutterbrücke in der Kruttenau im Haushalt.