Der Teufelszug des Modellbahnherstellers Märklin ist ein Unikat - und nun in Albstadt angekommen. Foto: Schlampp

Philipp Schlampp sichert sich Märklins „Teufelszug“ vom Wacken-Festival, stellt ihn im Ebinger Brauhaus vor.

Mit dem sogenannten „Teufelszug“ kommt ein weltweites Unikat nach Albstadt. Anlässlich des Wacken-Musikfestivals im vergangenen Jahr hat der Modelleisenbahnhersteller Märklin das Standardmodell eines Triebwagens der Rhätischen Bahn umgestaltet.

 

Schwarz lackiert und mit roten Hörnern versehen, konnte der Prototyp an einem Märklin-Werbestand während des Heavy-Metal-Festivals bewundert werden. Für die Wacken-Fans stellte Märklin eine Serie von Wacken-Sonderartikel her, die es auch zu kaufen gab. Als Werbemittel diente der „Teufelszug“, der auf dem Werbestand während des Festivals ununterbrochen bei Tag und Nacht und Wind und Wetter unterwegs war. Diese Sonderanfertigung gibt es nur einmal.​

Was hat der „Teufelszug“ nun mit Albstadt zu tun? Im Anschluss an das Festival wurde die Sonderanfertigung für den guten Zweck auf einer Online-Auktionsplattform versteigert. Als Höchstbietender erhielt Philipp Schlampp vom Eisenbahn-Technik-Club Albstadt (ETC) im Februar diesen Jahres den Zuschlag. Jüngst hat er das Unikat bei Märklin in Göppingen abgeholt. Dort traf er unter anderem Märklin-Geschäftsführer Wolfrad Bächle.

Stammtisch mit Premiere

Den „Teufelszug“ will der passionierte Modelleisenbahn-Sammler nun der Albstädter Öffentlichkeit präsentieren. Und zwar am kommenden Freitag, 17. April, ab 18 Uhr im Brauhaus in Ebingen. Dort findet an diesem Abend der monatliche Modellbahn-Stammtisch-Zollernalb statt. Der Stammtisch feiert am Freitag sein einjähriges Bestehen. Dieser besondere Anlass wird nun mit der Premiere des Teufelszugs gekrönt. Beim Stammtisch im Brauhaus treffen sich regelmäßig Modellbahn-Freunde zunächst zum gemeinsamen Essen. Anschließend fahren auf den Tischen Züge in kleineren und größeren Spurweiten. Zur Verfügung steht jeweils auch Platz im Außenbereich.

Guter Zweck im Fokus

Philipp Schlampp hebt neben seinem Sammlerwert auch den guten Zweck, den die Ersteigerung des Märklin-Modells mit sich brachte, hervor. Der Erlös geht zu 100 Prozent an die gemeinnützige DKMS für den Kampf gegen den Blutkrebs. Mit dem Erlös können 240 neue Spender bei der DKMS registriert werden, um so potenziell Leben zu retten. Der Albstädter betont: „Mich macht es unglaublich stolz, einen Teil dazu beitragen zu dürfen.“

Märklin, die DKMS und das Wacken-Festival verbindet bereits eine längere Geschichte. Seit zwölf Jahren engagiert sich das Team des Wacken-Open-Airs gemeinsam mit der Wacken-Community für die DKMS-Arbeit. Auslöser dieser Freundschaft war die Erkrankung einer Tochter eines früheren Wacken-Produktionsleiters, wie die DKMS auf ihrer Internetseite informiert.

Als weiteren Anreiz für die Ersteigerung des Teufelszugs nennt der Albstädter die Öffentlichkeitswirkung für den ETC Albstadt. Philipp Schlampp sieht das Unikat als einzigartigen Werbeträger für den Verein und alle in Zukunft kommenden Veranstaltungen: Der ETC Albstadt zeigt sich im Albstädter Vereinskalender durchaus präsent. Neben der jährlich großen Modellbahn-Ausstellung im Tailfinger Bahnhof finden besagte Modellbahn-Stammtische einmal pro Monat statt. Das ersteigerte Märklin-Modell solle daher keinesfalls „in der Sammlung verschwinden“, sondern auch in Zukunft zu besonderen Anlässen ausgestellt werden.

Dass der „Teufelszug“ kein zweites Mal gebaut wird, dafür hat Philipp Schlampp bei der Zugübergabe ein Zertifikat erhalten. Bei der Versteigerung hat er sich gegen 43 Bieter aus der ganzen Welt durchgesetzt – und das mit seinem ersten Gebot. Ein Großteil der weiteren Bieter kam gar aus Fernost sowie den Niederlanden und Deutschland. Letztlich ist das globusweite Unikat in Albstadt gelandet.

Weitere Informationen zum ETC Albstadt und seinen Veranstaltungen gibt es im Internet unter: www.etc-albstadt.de.