Patrick Bäurer kennt viele Tricks mit dem Ball und gibt diese in seiner Heimat Blumberg gerne an die Kinder weiter, die das Rund mit viel Ehrgeiz auf dem Rücken jonglieren. Foto: Hans Herrmann

Patrick Bäurer zeigt beim Freestyle-Camp seine Fußball-Tricks. Der Hondinger ist in dem Sport Weltrekordhalter.

Die Freude bei den rund 25 Kindern, die beim Freestyle-Camp mit Patrick Bäurer aus Blumberg-Hondingen dabei waren, war groß: Sie lernten nicht nur den Weltenbummler und Fußball-Freestyle-Profi kennen, sondern bekamen auch selbst allerhand Tricks mit dem Ball beigebracht.

 

Für Bäurer gehören diese Einheiten für Jugendlichen zu seinem Jahresprogramm. Gerne nutzt der Freestyle-Vizeweltmeister in der Kategorie Show diese Gelegenheit, um in seiner Heimat den Fußballkids seine Sportart zu präsentieren. Schließlich ist er auch viermaliger Weltrekordhalter im Cross over, bei dem er zuletzt in einer Minute den Ball 118 Mal um den Fuß kreisen ließ.

Trotz strömenden Regens waren die Kinder von der ersten Sekunde an voll bei der Sache. Bereits zur Einführung, als Bäurer mit einem Ausschnitt aus seinem Showprogramm den Jugendlichen den Freestyle-Fußball näher brachte, kamen sie aus dem Staunen nicht heraus. Mit seiner sympathischen Art und Weise brachte er im Laufe des Vormittags den kleinen Ballkünstlern die Grundlagen des Freestyle näher. Dabei zeigte er das freie Jonglieren ebenso, wie man den Ball im Nacken beherrscht und machte mit den Kindern Sitzübungen, wobei immer die Spielkunst mit dem Ball im Mittelpunkt stand.

Den Kindern macht es Spaß

Schnell setzten die Kinder die Anweisungen um. „Es macht super Spaß“, zeigten sich die beiden Fußballmädchen Anna und Alina begeistert. Die neunjährige Anna spielt gerne im Campingurlaub Fußball, wie sie erzählt, während Alina in der Jugend des FC Riedöschingen kickt. Auch der neunjährige Luca nahm den Trick, den Ball zwischen den Beinen zirkeln zu lassen, sofort auf. Mit anschließenden Spielformen wie Fußballtennis waren schon einige trickreiche Ansätze zu erkennen.

Anna und Alina haben viel Spaß daran, Ball-Tricks vom Profi zu lernen. Foto: Hans Herrmann

Als Patrick Bäurer schließlich von seinen Erfolgen und Erfahrungen bei den Freestyle-Weltmeisterschaften oder seinen Gastspielen bei weltweiten Veranstaltungen erzählte, war die Bewunderung groß. Das Interesse an dem inzwischen erfahrenen Freestyler, der mit seinen Auftritten weltweit für Aufsehen sorgt, ist auch in den sozialen Medien groß. Ihm folgen dort mehr als fünf Millionen Menschen. Besonders die Auftritte mit seiner Freestyle-Partnerin und Lebensgefährtin Aguska Mnich aus Polen rufen regelmäßig Begeisterungsstürme aus.

Auftritt bei der EM-Eröffnung

Mit einem Auftritt bei der Eröffnung zur Fußball-Europameisterschaft sowie im anschließenden Public Viewing oder einem Live-Auftritt im Fernsehgarten, bei dem sie im Duett auch einen neuen Weltrekord aufstellten, konnten sie ihren Bekanntheitsgrad weiter steigern.

Die beiden befassen sich aber auch mit den dunklen Seiten des Lebens. Bei kostenlosen Auftritten, wie in den Downships in Südafrika oder Armenvierteln in Indien bis Indonesien, zeigen sie ihr soziales Engagement. „Diese glücklichen Kinderaugen sind unbezahlbar“, sagt Patrick Bäurer und unterstreicht, wie wichtig ihm solche Aktionen sind. Seit vielen Jahren ist das Duo in der Freestyle-Szene voll im Geschäft, und bis zu 200 Auftritte sind im jährlichen Terminkalender eingetragen.

Als nächster Höhepunkt steht die Weltmeisterschaft in Tschechien an, wo Aguska Mnich ihren Titel verteidigen will. Die mehrfache Weltmeisterin gehört klar zu den Favoriten. „Wir haben in den kommenden Jahren noch viel vor und wollen uns immer weiter entwickeln“, schaut Patrick Bäurer mit einiger Vorfreude nach vorne.

Begnadeter Spieler

Patrick Bäurer
Seit seinem 12. Lebensjahr war für Patrick Bäurer die Ballkunst ein Thema. Schon mit 16 Jahren machte er sich in der Freestyle-Szene einen Namen und überzeugte mit ersten größeren Auftritten. Aber auch als Jugendspieler sorgte der Ballkünstler für Schlagzeilen. Für ihn war aber schon immer klar, dass er seinen Weg als Freestyler gehen wird. Mit seinem dualem Studium bei „Metz connect“ in Blumberg schuf er sich ein weiteres Standbein. Dies kommt ihm heute in seinem Freestyle-Unternehmen mit eigener Vermarktung zu gute.