Sandrina Sprengel überquerte beim Hochsprung 1,77 Meter und stellte damit eine neue Bestleistung für diese Saison auf. Foto: Kappeler/dpa

Die Siebenkämpferin aus Grosselfingen startet sehr gut in den Wettkampf. Nach vier Disziplinen stehen zwei Saisonbestleistungen zu Buche – im Kugelstoßen war sie besser als je zuvor.

Das war stark: Sandrina Sprengel hat den ersten Tag ihres Wettkampfs bei der Weltmeisterschaft in Tokio gut gemeistert. Zur „Halbzeit“, wenn man dies so bezeichnen mag, liegt sie mit 3736 Punkten auf dem 9. Rang.

 

Im Interview mit der ARD zeigte sie sich folglich mit ihrer Leistung auch einverstanden: „Klar wäre in mancher Disziplin vielleicht noch mehr gegangen, aber für das erste Mal auf der großen Bühne bin ich richtig zufrieden.“

Nur Lufen nicht in Bestform

Schade: Weitere Aussagen zu ihrem Wettkampf konnte sie nicht tätigen, da Moderator Claus Lufen sie anschließend gleich mehrfach zu ihrer Teamkollegin Vanessa Grimm befragte. Diese war schwach in den Wettkampf gestartet und musste wegen Schmerzen an der Achillesferse aufgeben. Weitere direkte Fragen an Sprengel gab es dann aus Zeitgründen nicht, Experte Frank Busemann kam nicht zu Wort. Der ehemalige Olympiasieger im Zehnkampf lobte Sprengel jedoch mehrmals im Tagesverlauf.

Nach ihren 13,60 Sekunden zum Start über 100-Meter-Hürden sagte er: „Darauf kann man auf jeden Fall aufbauen.“ Die Grosselfingerin wurde in ihrem Lauf Vierte und blieb nur 0,03 Sekunden über ihrer besten Zeit in der laufenden Saison. Die ersten beiden Hürden berührte sie leicht, ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Die 21-Jährige wurde im weiteren Verlauf immer selbstbewusster. Beim Hochsprung hatte sie bei 1,68 Metern noch einen Fehlversuch, übersprang in der Folge aber auch 1,77 Meter (Saisonbestleistung) und sammelte ordentlich Punkte. 1,80 Meter konnte sie bei drei Versuchen dann aber nicht knacken.

Mondo Duplantis schaut zu

Einen wahren Freudensprung machte sie nach dem ersten Versuch beim Kugelstoßen. 14,29 Meter bedeuteten sogar eine neue Persönliche Bestleistung. Ihr Heimtrainer Florian Bauder, der aufgrund des Deutschen Meistertitels von Sprengel vor Ort sein darf, war ebenfalls glücklich. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Stadion bereits ordentlich gefüllt – unter anderem war auch Mondo Duplantis, Superstar und Weltrekordhalter im Stabhochsprung, unter den Zuschauern.

Am Samstag geht es weiter

Es folgte noch das Rennen über 200 Meter. Hier kam Sprengel nach 24,36 Sekunden ins Ziel. Exakt so schnell war sie bei den Deutschen Meisterschaften in Dresden. Am Samstag folgen dann noch der Weitsprung, das Speerwerfen und zum Abschluss die 800 Meter. Eine neue Rekordpunktzahl ist für sie in jedem Fall noch möglich.