Zum 40-jährigen Bestehen hatte der Weltladen Freudenstadt zu einem Klangschalenkonzert eingeladen. Die vielen Besucher, die den Gemeindesaal der Martinskirche bis auf den letzten Platz füllten, waren von den Klängen begeistert.
Der Weltladen feierte sein 40-jähriges Bestehen mit einem Klangschalenkonzert im voll besetzten Gemeindesaal der Martinskirche. Die Aussicht auf das meditative Klangerlebnis hatte trotz Winterwetter selbst auswärtige Besucher nach Freudenstadt gelockt.
Doris Breyer vom Vorstand hieß die Besucher und den Hauptakteur des Abends, Benjamin Schwettmann aus Freiburg, willkommen. „Die 40 Jahre sind für uns recht erfolgreich verlaufen, und der Laden hat in unserer Stadt einen guten Platz gefunden“, freute sich Breyer, die den teils langjährigen Unterstützern dankte.
Besucher geben sich mit geschlossenen Augen den sanften Klängen hin
Wer wollte, konnte nach dem Konzert noch eine Klangschale ausprobieren und sich am Büffet über das besondere Klangerlebnis austauschen. Das Team des Weltladens hatte dazu Köstlichkeiten und Getränke aus dem Sortiment des Ladens mitgebracht.
Zunächst hieß es aber Platz nehmen und sich eine gute Stunde lang den Klängen hinzugeben – möglichst mit geschlossenen Augen. „Wenn wir die Augen zu machen, dann hören wir nämlich mehr“, so Schwettmann, der in Freiburg das Seelenklang-Zentrum betreibt.
Klangschalenklänge gehen ins Ohr und verursachen ein Kribbeln auf der Haut
Klänge bewegten nicht nur die Trommelfelle der Ohren. Sie könnten auch ein Kribbeln auf der Haut oder eine Reaktion des Nervensystems auslösen, prophezeite er. Klangschalenklänge wirkten immer beruhigend auf den Körper im ansonsten vielleicht stressigen Alltag, wusste er. „Sie fahren uns runter.“ Um maximalen Hörgenuss für alle zu ermöglichen, bat Schwettmann gleich zu Beginn darum, Störgeräusche auszuschließen, Handys möglichst auszuschalten und sich ansonsten auch eher leise zu verhalten, um den Klanggenuss nicht unnötig zu stören.
Es fiel den Zuhörern leicht, sich in Schwettmanns „Klangbad“ fallen zu lassen. Sogar die wenigen Kinder im Raum hatten keine Mühe, während des Konzerts still zu sitzen. Er hatte Klangschalen in unterschiedlichen Größen, aber auch eine Zungentrommel für die Melodie, eine Klangscheibe und zwei kleine Klangspiele mitgebracht.
Besucher erleben den „Sonnengong“ und eine wahre „Klanglawine“
Am Ende bat er die Zuhörer, das Erlebte zu beschreiben. „Es war wunderschön“, sagte eine Besucherin. Den „Sonnengong“ beschrieb eine andere Konzertbesucherin als „groß und raumfüllend“ – im Unterschied zu den Klängen, die die Schalen produzierten. Eine weitere Besucherin sprach gar von einer wahren „Klanglawine“. Einig waren sich alle Konzertbesucher über die Intensität und die Sanftheit des Klanges, der an diesem Abend den Raum durchflutete.
Zum Abschied gab es für Schwettmann Schokolade mit selbst gemalten Motiven von Schülern der Musik-und Kunstschule.