Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen) hat angesichts des Weltkindertages zum Kampf gegen Kinderarmut aufgerufen. Foto: Daniel Löb/dpa

Zum Weltkindertag ruft Familienminister Paus zu größerer Anstrengung auf, Kinderarmut zu bekämpfen. Dabei verwies sie vor allem auf die Kinder, die wegen des Ukraine-Krieges flüchten müssen.

Berlin - Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hat mit Blick auf die Folgen des Kriegs in der Ukraine größere Anstrengungen zum Kampf gegen Kinderarmut angemahnt. "Millionen Kinder sind auf der Flucht, versuchen in einem fremden Land zurechtzukommen", sagte die Politikerin zum Weltkindertag an diesem Dienstag in Berlin. "Und auch bei uns treffen die Folgen des Krieges Familien und Kinder besonders." Wenn Strom und Lebensmittel immer teurer würden, dann setze das eben insbesondere arme Familien extrem unter Druck. "Geld, das vor kurzem noch für Buntstifte, für neue Turnschuhe oder für den Streichelzoo da war, das wird nun ausgegeben, um die elementarsten Dinge zu schaffen - um den Kühlschrank zu befüllen", sagte Paus. Die Bundesregierung sehe das und wolle Kinderarmut dauerhaft bekämpfen.

Nach Angaben des Deutsches Kinderhilfswerks sind in Deutschland fast drei Millionen Kinder von Armut betroffen. "Kinderpolitik ist keine Nebensache", sagte Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. Es brauche eine Kindergrundsicherung.

Die Regierung will bis 2025 eine solche Kindergrundsicherung einführen. Darin sollen etwa diverse Familienleistungen wie das Kindergeld gebündelt werden.