Im evangelischen Gemeindehaus in Hechingen fand sich am Weltgebetstag der Frauen eine starke Gemeinschaft, die diesen Abend miteinander feiern wollte. Foto: Sandra Stopper

Rund 50 Gäste feierten den „Weltgebetstag der Frauen“ im evangelischen Gemeindehaus.

Zwei Eigenschaften machen den „Weltgebetstag der Frauen“ zu einem ganz besonderen Abend. Zum einen ist er die älteste ökumenische Frauenbewegung der christlichen Gemeinschaft, die jedes Jahr von Frauen aus einem bestimmten Land gestaltet wird – jedoch nicht ausschließlich Frauen, sondern alle willkommen heißt.

 

Zum anderen gehört zum Weltgebetstag auch das anschließende gemeinsame Essen und Beisammensein. Am ersten Freitag im März wird dieser Gottesdienst rund um den Globus gefeiert und informiert über die Gesellschaft, Probleme aber auch über die Lebensfreude und Musik des jeweiligen Landes. ​

So wandert die Liturgie in 24 Stunden einmal um die Welt – wo auch immer sich Gemeinschaften finden, die diesen Abend miteinander feiern wollen. Der Weltgebetstag hat in Hechingen eine lange Tradition und so fand sich auch in diesem Jahr wieder eine aktive Vorbereitungsgruppe, die mit viel Elan und Spaß den Abend vorbereitete.

Steine symbolisieren die persönliche Last

Zu ihrer Überraschung bekamen die Gäste beim Ankommen zunächst eine ganz persönliche Last ausgeteilt – in Form eines Steins, der mit einem bestimmten Problem beschriftet war. Gut, dass diese Last im Laufe des Abends auch wieder abgegeben werden konnte, nachdem Mut, Hoffnung und Glaube bekräftigt wurde.

Nicht zuletzt wurde deutlich, dass eine gute Gemeinschaft dabei hilft, Lasten zu tragen. Dies machte auch eine kurze Austauschrunde mit den Nebensitzenden deutlich.

Drei Frauen erzählen

Nach einer kurzen Begrüßung und gemeinsamem Lied wurde in einer Präsentation das Land Nigeria vorgestellt, das trotz Ölreichtums mit unterschiedlichen gesellschaftlichen und ökologischen Problemen zu kämpfen hat. Die spezifischen Probleme, mit denen Frauen in Nigeria konfrontiert sind, wurden exemplarisch durch Geschichten dreier Frauen erzählt.​

Das zweite Motto des diesjährigen Weltgebetstags lautete: „Vom Beten zum Handeln“, wenn christlicher Glaube auch Verantwortung für andere und die Welt einschließt. So erbrachte die anschließende Kollekte über 800 Euro, die das Weltgebetstags-Komitee an verschiedene Frauenprojekte weltweit weiterleitet.​