Der Weltgebetstag wurde im evangelischen Gemeindehaus gefeiert. Er wird jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet.
Sechzig Frauen und Männer feierten am vergangenen Freitagabend im evangelischen Gemeindehaus am Irmapark mit dem Projektchor unter Leitung von Kantor Andreas Rütschlin den Weltgebetstags-Gottesdienst (WGT).
In diesem Jahr haben Frauen von den Cookinseln im Pazifik die Gottesdienstliturgie vorbereitet. Und es gehört zur Tradition des WGT, dass der Alltag dieser Frauen in den Gottesdiensten differenziert wahrgenommen wird.
Irmgard Messmer stellte dazu mit einem beeindrucken Film die Lebenswelt der Frauen auf den 15 kleinen Cookinseln vor, die Schönheit der pazifischen Inselwelt, aber auch die Sorgen und Nöte der Frauen in der Maori-Kultur. Ein Naturparadies mit Schattenseiten, das vom Klimawandel mit Zyklonen und Überflutungen betroffen ist, in dem häusliche und sexuelle Gewalt zumeist tabuisiert wird. Die Existenz der dort lebenden Maori ist schon jetzt bedroht, wenn Salzwasser die Anbauflächen zerstört. Aber die Weltöffentlichkeit nehme die Situation der wenigen hier lebenden Menschen kaum wahr.
Kollekte kommt den Cookinseln zugute
Umso erfreulicher, dass eine seit 2018 vom WGT geförderte Frauensolidaritätsgruppe im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh der Marginalisierung und Bedrohung von indigenen Gemeinschaften, die wegen ihrer untergeordneten gesellschaftlichen und sozio-ökonomischen Stellung von der Klimakrise besonders betroffen sind, entgegenwirkt.
Die Aktivistinnen bieten Trainings und Informationen an, um den Folgen des Klimawandels wie Starkregen, Überschwemmungen, Bodenerosionen oder der Versalzung von Ackerflächen entgegenzuwirken. Die Kollekte der WGT-Gottesdienste ist für Frauen in dem Land bestimmt, die die jeweilige Liturgie verfasst haben. 2024 betrug die Donaueschinger WGT-Kollekte 564,65 Euro.