Mit einem tollen Narren-Bild als Dank wird in der Mitgliederversammlung der Narrenzunft Wellendingen der langjährige Schriftführer Armin Klaiber vom Wellendinger Zunftmeister Robert Baier und seinem Stellvertreter Gerd Angst zum Ehrennarrenrat ernannt und aus dem Narrenrat verabschiedet (rechtes Bild, von rechts). Die Narrenräte Reiner Hermann und Matthias Bettinger werden von René Schatz aus Obernheim als Vertreter der Fasnets-Landschaft Neckar-Alb für zehnjährige Tätigkeit im Narrenrat der Narrenzunft Wellendingen ausgezeichnet (linkes Bild, von links). Fotos: Riedlinger Foto: Schwarzwälder Bote

Narrenzunft: Armin Klaiber steckt nach 25 Jahren den Schriftführerstift weg / Blick auf neue junge Mitglieder

In der 94. Jahresversammlung der Narrenzunft Wellendingen wurde nach 33 Jahren als Narrenrat und 25 Jahren als Schriftführer Armin Klaiber von Zunftmeister Robert Baier aus dem Narrenrat verabschiedet und gleichzeitig zum Ehrennarrenrat ernannt.

Wellendingen. Mit langanhaltendem Beifall der Versammlung wurde Klaibers unermüdliche Tätigkeit für die Zunft als Schriftführer, aber auch als Begleiter des Brautpaares bei den Umzügen, als "Hausmeister, Straßenfeger, Bierholer oder Heizölbesteller für das Narrenhäusle oder auch Putzer des Narrenbrunnens" gewürdigt.

Zudem wurde Christian Eberhardt nach 23 Jahren aus dem Narrenrat verabschiedet, auch er wird in zwei Jahren die Ehrennarrenratswürde erhalten.

Zuvor hatte Robert Baier Rechenschaft über ein "normal verlaufenes" Vereinsjahr abgegeben, bei dem natürlich die schöne Dorffasnet der Höhepunkt gewesen war.

Während sich die Narren am Fasnetsmontag nach einem tollen historischen Narrensprung mit 225 Schellnarren noch bei "Alberts Backstub" in die wärmende Sonne ins Freie setzen konnten und das milde Wetter in vollen Zügen genossen, setzte am Dienstagmittag pünktlich zum Straßenumzug der Regen ein. Doch da hatten die Narren die Fasnet bereits weitgehend in trockenen Tüchern.

Nach zwei Narrentreffen in Haigerloch und in Kißlegg und einem tollen Maschkerer-Abend, der in diesem Jahr erneut auf dem Programm stehen wird, zog die Narrenzunft ein sehr positives Fazit. Dem schloss sich Kassier Jochen Küfner an, der einen leichten Überschuss und einen gesunden Kassenstand bekanntgab.

Zudem hielten viele verschiedene Unternehmungen wie Maiwanderung, Kinderferienprogramm oder der Adventsnachmittag der Vereine die Zunftmitglieder in Atem. So war zum Beispiel aus einer Bierlaune heraus das erste Grillfest der Narren-Landschaft Neckar-Alb in Wellendingen veranstaltet worden und hatte auf Anhieb Anklang gefunden.

Dies bestätigte Landschaftsvertreter René Schatz, der zur Versammlung aus Obernheim angefahren war. Er zeichnete die beiden Narrenratsmitglieder Reiner Hermann und Matthias Bettinger für jeweils zehnjährige Tätigkeit aus. Zudem wurden von Robert Baier Andrea und Werner Schöndienst sowie die nicht anwesenden Michael Häring und Käthe Hirth zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Nicht mit Lob sparte Bürgermeister Thomas Albrecht, der aussagte, dass Armin Klaiber seine sehr ausführlichen Schriftführerberichte "mit großer Akribie" verfasst habe. Wenn man auch in zehn Jahren Generalversammlung, denen er mittlerweile beiwohne, doch gut und gern fünf komplette Stunden Schriftführerbericht verordnet bekomme, fügte er schmunzelnd hinzu.

Großen Respekt zollte Zunftmeister Robert Baier seinem langjährigen Schriftführer und Multitalent Armin Klaiber, denn jener war in insgesamt 33 Jahren Tätigkeit im Narrenrat zusätzlich als Theaterspieler und mit Einzelauftritten bei den Zunftabenden viele Jahre lang aktiv. Mit Reiner Hermann wurde ein neuer Schriftführer gefunden, der in die Fußstapfen von Armin Klaiber treten wird.

Mit einer Ergänzung zum Mitgliedsbeitrag können laut Beschluss der Versammlung künftig neben Einzel-Mitgliedschaften von jeweils zwölf Euro pro Jahr auch Familienmitgliedschaften für eine Familie mit beliebig vielen Kindern für 25 Euro pro Jahr abgeschlossen werden. Damit will sich die Zunft laut Sascha Banholzer mehr junge Mitglieder als geeigneten Nachwuchs heranziehen.

Für das Jahr 2019 ist laut einer Bekanntgabe von Guido Hermann nach einer Idee von Hartmut Ratz ein Strohbär-Treffen in Vorbereitung, zu dem zwischen fünf und zehn verschiedene Strohbären aus verschiedenen Ortschaften erwartet werden.