Groß war das Interesse von Unternehmen und potenziellen Auszubildenden an der Berufs- und Ausbildungsmesse in der Stadthalle. Die Bandbreite der vorgestellten Berufe war groß.
35 Aussteller waren laut Tabea Epting von der Stabstelle Stadtmarketing angemeldet. Bevorzugt worden seien dabei direkt mit St. Georgen verbandelte Unternehmen.
Dazu gehörten zum Beispiel die in Triberg beheimatete EGT mit Berufen wie Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik oder die in St. Georgen beheimatetet evangelische Altenhilfe, die neben Ausbildungen zur Pflegefachkraft und zum Altenpfleger auch den eher niederschwelligen Alltagsbetreuer vorstellte.
„Ein großer Fan der Messe“ ist Sebastian Merkle, Geschäftsführer der Baugenossenschaft Familienheim, die sowohl Mitarbeiter als auch Azubis, Handwerker und Kunden suchte und in St. Georgen neben Villingen-Schwenningen ihren zweitgrößten Standort mit mehr als 800 Wohnungen hat.
Wie in den Vorjahren war die Größe der Stände begrenzt, um Jugendlichen etwas die Furcht vor Erstkontakten zu nehmen, wie Epting erklärte. Fortgeführt wurden die letztes Jahr begonnenen, von Besuchern sehr positiv aufgenommenen Präsentationen von Unternehmensvertretern.
Hilfe bei Berufswahl
Bürgermeister Michael Rieger wertete die hohe Anzahl der Aussteller als Zeichen der Verbundenheit mit St. Georgen. Der klassische Weg des Bewerbungsschreibens sei lange vorbei, Unternehmen seien Dienstleister, Jugendliche aber manchmal von der Auswahl überfordert, weshalb die Messe eine gute Möglichkeit sei, sich zu präsentieren.
Wie vielfältig Möglichkeiten sind zeigte die IHK, deren Ausbildungsguide rund 250 Berufe ausweist, darunter zum Beispiel Brauer und Mälzer, Schuhfertiger, Kfz-Mechatroniker mit Fachrichtung Camping, Zweiradmechaniker mit Spezialisierung auf E-Bikes, Buchbinder oder Packmitteltechnologe. Öfter vertreten waren Firmen mit Berufen wie Werkzeugmechaniker, Mechatroniker oder Fachinformatiker.
Vereinzelt fanden sich auch Handwerker wie Stukkateur Kaiser aus Triberg, wo Jugendliche sich laut Azubi Tim Albrecht mit dem Ausbaumanager direkt nach der Gesellenprüfung zum Meister weiterbilden können. Zwar sei die Arbeit körperlich anspruchsvoll, aber längst nicht mehr so wie früher und äußerst abwechslungsreich, wenn man zum Beispiel Stuck-Verzierungen oder Kratzputz-Bilder herstelle.
Fordernd und kreativ
Neben privaten Unternehmen fanden sich Schulen der Umgebung mit interessanten Angeboten und zeigten, wie flexibel man auf Bedürfnisse junger Menschen eingeht. Die können an der staatlichen Feintechnikschule Villingen-Schwenningen zum Beispiel auch nur mal für einen Tag in Berufe hineinschnuppern.
Ebenfalls auf der Messe vertreten waren die Polizei und die Justiz Baden-Württemberg, dazu Steuerberater, die Sparkasse, die deutsche Rentenversicherung oder die Luisenklinik, die neben vielem anderen Ausbildungen zum Kunst-, Ergo- und Musiktherapeuten oder zum Psychologen anbietet. Mitmachangebote gab es auch am ein oder anderen Stand.
So konnten Besucher bei Cosus ihr Wissen in Sachen Server-Hardware unter Beweis stellen, und für die Teilnahme an Firmenpräsentationen gab es von der Stadtverwaltung St. Georgen kleine Geschenke. Die war mit einem eigenen Stand vertreten, mit Infos zur Ausbildung als Erzieher oder Verwaltungsfachangestellten.