Diese Woche liefen die Anmeldungen an den beiden Gymnasien, der Realschule und der Gemeinschaftsschule in der 3-Länder-Stadt. Die Schulleiter berichten.
Am Kant-Gymnasium lag die Zahl der Anmeldungen am Freitagvormittag bei rund 91. „Erfahrungsgemäß gibt es noch Nachzügler“, berichtet Schulleiter Stefan Wiedenbauer im Gespräch mit unserer Zeitung. Etwa, weil Eltern die Anmeldung schlicht vergessen hätten oder auch durch Zuzüge.
Anhand der Zahl geht Wiedenbauer von einer stabilen Vierzügigkeit aus. Vor einem Jahr lagen übrigens 101 Anmeldungen vor. „Darunter waren etwa 15, die keine Gymnasialempfehlung hatten“, erzählt der Rektor. Nun, mit der veränderten Grundschulempfehlung, könnten diese Schüler gar nicht mehr am Gymnasium angemeldet werden. „Wenn ich das hochskaliere, wären wir also auch bei gut 100 Anmeldungen.“
Es wird noch gebaut
Die Raumsituation sei angespannt – aber nicht wegen der Schülerzahl, alle könnten dank Containern gut untergebracht werden –, sondern wegen der noch laufenden Baustelle. „Es dauert leider länger, eigentlich war die Fertigstellung für den Sommer geplant. Wir würden uns schon freuen, wenn es zum Ende des Kalenderjahrs klappt.“ Wege seien blockiert und Räume nicht nutzbar. Mit Blick auf die personelle Situation berichtet Wiedenbauer, dass es seiner Erfahrung nach zumindest zum Schuljahresbeginn eine Vollversorgung gebe. „Davon gehe ich aus.“
58 neue Fünftklässler wurden am Oberrhein-Gymnasium angemeldet, wovon sich 28 für den bilingualen Zug entschieden haben. Für das laufende Schuljahr hatte das OGW dagegen „einen wahren Run“ erlebt, wie sich Rektorin Tanja Reinhardt-Albiez erinnert: „Da gab es 89 Anmeldungen, das war sehr viel. Wir haben eigentlich nur 60 Plätze.“ Doch das Regierungspräsidium Freiburg genehmigte ausnahmsweise drei Klassen.
Umstellung auf G9 steht bevor
„Jetzt passt es wieder genau, das ist schön“, findet die Schulleiterin. Das OGW sei schließlich eine familiäre, kleine Schule. Zwei Klassen sollen gebildet werden. Auch dass 28 künftige Fünftklässler den bilingualen Zug gewählt haben, freue sie sehr. Die Raumsituation und die Lehrerversorgung seien ebenfalls gut. „Es ist eine schöne Richtung, in die wir gehen.“ Zwar habe das OGW die Umstellung auf das neunjährige Gymnasium vor der Brust: „Aber mit der Schülerzahl ist das gut umzusetzen“, meint die Rektorin.
An der Realschule Dreiländereck waren bis Freitagmorgen 91 Anmeldungen eingegangen. Voriges Schuljahr seien es um die 100 gewesen, weiß Rektorin Tatjana Ullrich. „Ich gehe davon aus, dass noch ein paar hinzukommen. Es gab kein Jahr, in dem nicht noch vier oder fünf nachträglich angemeldet wurden.“ Trotz der veränderten Grundschulempfehlung sei die Zahl der Anmeldungen an der Realschule also ungefähr gleich. „Wir werden sehen, wie es in den nächsten Jahren aussieht.“ Es könnten wieder vier Klassen gebildet werden – „nette kleinere Klassen“, meint sie. Als erfreulich bezeichnet Ullrich die 41 Anmeldungen für die Kunstklasse.
Es funktioniere „gerade noch“, dass für alle ein eigenes Klassenzimmer zur Verfügung steht. „Eine mehr und es wäre schon schwieriger“, berichtet die Schulleiterin. Die Lehrerversorgung sei aktuell gut. Für das nächste Schuljahr gebe es jedoch noch keine Tendenz.
Viele Geschwisterkinder
Die Gemeinschaftsschule hat bislang 64 Anmeldungen für die neuen fünften Klassen. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre rechnet auch Rektor Burkhard Keller damit, dass bis zum Schuljahresende noch zwischen fünf und 15 Schüler dazu kommen. „Dies sind einige Anmeldungen mehr als im vergangenen Jahr und es ist eine stabile Zahl, mit der wir zufrieden sind“, meint Keller. Auf die Zahlen an seiner Schule habe sich die geänderte Grundschulempfehlung offenbar nicht ausgewirkt.
Auffallend sei, dass viele Geschwisterkinder angemeldet wurden. „Dies zeigt uns, dass die Eltern mit der Weiler GMS grundsätzlich zufrieden sind, wobei ich über den hohen Unterrichtsausfall der vergangenen Wochen natürlich sehr unglücklich bin“, sagt der Schulleiter. Er geht davon aus, dass drei Klassen gebildet werden können. Letztlich entscheiden dies aber die Schulbehörden, nicht die Schulen, erinnert er. Das Raumangebot sei aufgrund der Container vorhanden, aber natürlich sei die Freude groß, dass der Erweiterungsbau nun komme und in der finalen Planungsphase sei.