Jugendreferent Matthias Morton im Jugendtreff in Oberschopfheim mit Kindern, die gern das Angebot nutzen. Foto: Bohnert-Seidel

Neben dem Jugendbüro in Friesenheim ist seit April des vergangenen Jahres auch wieder Leben in den Keller des Oberschopfheimer Kindergartens St. Elisabeth eingekehrt.

Noch kein Jahr ist es her, dass sich in Oberschopfheim wieder die Türen zum Jugendtreff geöffnet haben. Deutlich haben viele Jugendliche in Oberschopfheim ihr Interesse an einer Jugendeinrichtung signalisiert. Jeden Dienstag ist der Jugendtreff im Keller des St. Elisabethkindergartens geöffnet. Von 15.30 bis 19 Uhr kommen an diesem Tag Kinder und Jugendliche vorbei.

 

Es wird Fahrrad gefahren, Billard gespielt, auf dem Sofa „gechillt“, wer durstig ist, holt sich ein Spezi oder einen Eistee aus dem Kühlschrank. Alles zum Selbstkostenpreis.

Mats trifft im Jugendtreff Kinder aus Oberschopfheim, die er normalerweise so gar nicht ansprechen würde, erklärt er gegenüber unserer Redaktion. Philipp ist in der dritten Klasse und kommt auch regelmäßig vorbei: „Ja, hier gefällt es mir“, sagt der Neunjährige, der aber in diesem Jahr zehn Jahre wird, wie er betont.

Bis zu 26 Kinder nutzen dienstags in Oberschopfheim den Treff

Elisa wollte auch nur kurz vorbeischauen. Wenn die Hausaufgaben gemacht sind, sei dies der ideale Treffpunkt in Oberschopfheim, sagt sie. Ganz egal, ob schönes Wetter oder Regen. Im Jugendtreff fühlten sich die Kinder wohl.

Gemeinsam mit ihrer Betreuerin Angela Aoun haben sie den Raum etwas närrisch hergerichtet. Bunte Fähnchen wurden gebastelt, Ballons mit Gas gefüllt, damit sie an der Decke bleiben. Bunte Masken aus Papier gebastelt, schmücken die grüne Wand. „Es ist ein kleiner Raum“, stellt Jugendreferent Matthias Morton im Gespräch mit unserer Zeitung fest. Aber dennoch sei das Jugendbüro sehr dankbar für die Nutzung des Raumes, der der Katholischen Kirchengemeinde gehört.

Normalerweise kommen die Kinder erst ab dem zwölften Lebensjahr ins Jugendbüro. In Oberschopfheim wollten sich jedoch die Viertklässler nicht mit einer Altersbegrenzung abfinden. Ihnen sei der Treffpunkt sehr wichtig, weshalb auch Morton sich nicht an der strikten Altersgrenze festbeiße. Der Dienstag passe für die Kinder in Oberschopfheim wohl am Allerbesten. Die Kinder lieben ihren Freiraum, weg aus dem Gewohnten, weg von Schule und Verpflichtung. „Laut Statistik waren im Sommer 2025 schon mal 26 Kinder im Treff“, so Jugendreferent Morton und fügte humorvoll an: „Die müssen sich gestapelt haben.“ Und die Kinder machen das „worauf sie Bock“ haben, erklärte Morton.

Manchmal wollen sie einfach nur reden, andere malen, es wird Fahrrad gefahren – und in der kalten Jahreszeit setzen sich die Kinder auch schon zusammen und spielen gemeinsam Gesellschaftsspiele. Für sich selbst fasste Mats seinen Dienstag im Jugendtreff schlicht zusammen: „Wir machen einfach nur coole Sachen.“

Vorstellung im Gemeinderat

Jugendreferent Matthias Morton wird in der Sitzung des Gemeinderats am Montag, 9. Februar, über die Jugendarbeit berichten. Weitere Themen sind: der Neubau Kita Heiligenzell – Vergabe Gewerke Fenster/Außentüren und Holzbau/Dachdeckungsarbeiten; Vergabe der Bohrarbeiten für die Erweiterung des Messstellennetzes für den dritten Tiefbrunnen Oberschopfheim und die Annahme von Spenden.