Der Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson ist nächste Woche im Kreisimpfzentrum Rottweil verfügbar. Foto: inkdrop_stock.adobe

Nächste Woche wird es im Kreisimpfzentrum zusätzliche Termine mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geben. Das teilt das Landratsamt am Freitag mit. Zudem wird amtlich, was sich ohnehin angebahnt hat: Die Sieben-Tages-Inzidenz von 165 wurde an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten. Die Folge: Fernunterricht und Notbetreuung.

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Kreis Rottweil - Es ist ein Novum: Für Personen über 60 Jahre werden in der nächsten Woche im Kreisimpfzentrum Rottweil Impfungen mit dem Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson möglich. Nach jetzigem Stand gelte dies nur in der einen Woche, darüber hinaus seien keine Lieferungen bekannt, so die Behörde.

Aufpassen bei Terminen

Das Besondere: Bei diesem Präparat ist für einen vollen Impfschutz keine Zweitimpfung notwendig. Und: Der Impfstoff ist laut STIKO-Empfehlung primär für Personen ab 60 Jahre vorgesehen. "Im Kreisimpfzentrum können daher Personen unter 60 Jahre nicht mit Johnson & Johnson geimpft werden", erklärt das Landratsamt.

Das wiederum hat Folgen für die Anmeldung. Wer unter 60 Jahre alt und impfberechtigt ist, muss nun bei der Terminbuchung auf der üblichen Online-Seite oder per Telefon darauf achten, nur Terminangebote mit Zweitterminen anzunehmen. Denn wenn nur ein Termin angeboten wird, bedeutet dies, dass es sich um das Präparat Johnson & Johnson handelt. Dieser Impftermin könne im Kreisimpfzentrum aber für unter 60-Jährige nicht erfolgen und müsste deshalb storniert werden. "Eine kurzfristige Umbuchung direkt beim Impftermin auf einen anderen Impfstoff ist für unter 60-Jährige leider nicht möglich", erklärt die Behörde.

Sprich: Das System lässt zwar eine Buchung des Termins bei unter 60-Jährigen zu, der Termin kann dann aber gar nicht ausgeführt werden. Der Bürger ist wieder einmal selbst gefragt, hier auf der Hut zu sein.

Lage instabil

Die Infektionslage im Landkreis wird am Freitag als "sehr instabil" bezeichnet. Nachdem das Landratsamt am Montag nach einer 5-tägigen Inzidenz von unter 165 Hoffnung auf Öffnung der Schulen und Kindertageseinrichtungen machen konnte, hat sich die Lage wieder verschärft.

Im Kreis Rottweil wurde mit dem Freitag der Inzidenzwert von 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten. Maßgeblich sei nach der Bundesnotbremse der vom Robert-Koch-Institut veröffentlichte Inzidenzwert (Mittwoch 12.05.: 171,6, Donnerstag 13.05.: 173,0, Freitag 14.05.: 170,1). Die Überschreitung hat das Landratsamt am Freitag auf seiner Website öffentlich bekanntgemacht. Die Rechtswirkung trete nun automatisch am übernächsten Tag nach der Überschreitung – also am Sonntag, 16. Mai – in Kraft.

An den Schulen ist damit ab Montag, 17. Mai, kein Präsenzunterricht mehr möglich und es findet Fernunterricht statt. Ausnahmen bilden Abschlussklassen und Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung (SBBZ G und K).

Kindertageseinrichtungen sowie erlaubnispflichtige Kindertagespflege sind ebenfalls wieder ab Montag geschlossen. Die Träger können ab Montag, 17. Mai, eine Notbetreuung einrichten.

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