Die EnbW will im Teinachtal Windräder bauen. Das Unternehmen hat einen Antrag zur Genehmigung gestellt. Wo könnten die Anlagen stehen?
In Bad Teinach-Zavelstein und in Neuweiler soll ein Windpark entstehen. Die EnBW Windkraftprojekte GmbH plant den Park, heißt es auf der Homepage der EnBW-Unternehmen. Die Firma ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der EnBW AG.
Stand der Genehmigung Das Unternehmen hat beim Landratsamt Calw inzwischen einen Genehmigungsantrag gestellt, teilte Miriam Teige, Pressesprecherin der EnBW, auf Anfrage unserer Redaktion mit. Die Firma vervollständige derzeit den Antrag noch. „Daher sind noch einige Punkte offen, an denen meine Kollegen mit Hochdruck arbeiten“, so Teige. „Einen Plan über die konkreten Standorte können wir aus diesem Grund leider noch nicht zur Verfügung stellen“, bedauerte Teige.
Zahl der Windkraftanlagen Wie viel Windkraftanlagen will die EnBW bauen? Die auf der Homepage der EnBW-Unternehmen genannte Zahl von 19 Windenergieanlagen sei die maximal mögliche Anzahl in dem betreffenden Wind-Vorranggebiet, machte Teige deutlich. Bei der Informationsveranstaltung im Konsul Niethammer Kulturzentrum in Bad Teinach-Zavelstein im Februar 2024 sprach Michael Soukup von sechs Anlagen auf Flächen im Eigentum der Stadt Bad Teinach-Zavelstein. Soukup ist Teamleiter für die Projektentwicklung von Windkraftanlagen an Land. Diese Zahl habe sich auf den damaligen Start der Planungen bezogen, machte Teige deutlich. Es seien aber auch schon damals weitere Standorte im dortigen Vorranggebiet für Windkraftanlagen im Gespräch gewesen.
Weitere Standorte
Im weiteren Verlauf der Planungen seien zusätzliche Standorte für Windkraftanlagen auf privaten Grundstücken und auf den Gemarkungen der Nachbargemeinden hinzugekommen, so Teige.
Wann sind Anlagen am Netz? Zum Zeitplan bestätigte Teige die Angaben auf der Homepage der EnBW-Unternehmen. „Die Erteilung einer Genehmigung ist für nächstes Jahr zu erwarten. Die Bauarbeiten sollen dementsprechend im Jahr 2027 beginnen“, ist dort zu lesen. „Eventuell verschiebt sich die Inbetriebnahme etwas“, räumte Teige ein. Laut Homepage ist sie für 2028 geplant. „Der Netzanschluss, eventuell Kombination mit Batteriespeicher und andere Optimierungsmöglichkeiten sind herausfordernd und derzeit in Arbeit“, so Teige.
Einnahmen für die Stadt Über die Höhe der möglichen Einnahmen aus dem Windpark konnte Teige noch nichts sagen. Die Kommunen bekämen nach dem Gesetz bis zu 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde sowie Pacht- und Gewerbesteuereinnahmen.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung machte Bad Teinach-Zavelsteins Bürgermeister Markus Wendel deutlich, dass er wegen möglicher Einnahmen aus dem Windpark ab 2028 auf eine Trendwende bei den Finanzen der Stadt hofft. Der Bürgermeister erwartet einen sechsstelligen Betrag pro Jahr, sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Das seien mehr als 100 000 Euro aber deutlich weniger als 999 000 Euro.