Stuttgart - Als vor rund fünf Jahren das erste Mal im Zusammenhang mit der Neubebauung des ehemaligen Messegeländes auf dem Killesberg der Name Franz Fürst in Stuttgart fiel, waren viele skeptisch. Die Vorstellung, dass ein Österreicher eines der „wichtigsten und spannendsten Projekte der Stadt”, so 2006 Oberbürgermeister Wolfgang Schuster bei der Vorstellung der Pläne für den Killesberg, entwickeln sollte, sorgte anfangs nicht nur im Gemeinderat für Diskussionsbedarf. Fünf Jahre später soll sogar Baubürgermeister Matthias Hahn voll des Lobes über die Zusammenarbeit mit dem Salzburger sein, und manch ein Lokalpolitiker malt sich schon aus, dass Fürst eines Tages vielleicht sogar in die Fußstapfen eines Rudi Häussler treten könnte und das eine oder andere angefangene Projekt von ihm vollendet.

Der österreichische Projektentwickler Franz Fürst kann sich durchaus vorstellen, in der Landeshauptstadt weitere Immobilienprojekte zu realisieren. Allerdings müssten die Projekte „auch Potenzial haben, um Begehrlichkeiten generieren zu können, und zur bisherigen Philosophie des Unternehmens passen”, macht er deutlich. Das Salzburger Unternehmen mit Firmensitzen in Stuttgart und München baut vorwiegend exklusive Immobilien in einem „außergewöhnlichen Umfeld”. Ob dazu auch ein Projekt wie die „Villa Berg” passen könnte, lässt Fürst im Raum stehen. „Sein Unternehmen prüfe zurzeit mehrere Projekte in Stuttgart, darunter auch einige innerstädtische Angebote. Es könnte aber durchaus sein, dass wir uns damit befassen werden”, lässt er durchblicken. Der Immobilienunternehmer will jetzt erst einmal mit „Think K”, wie er das Projekt Killesberg nennt, „ordentlich aus den Startlöchern kommen”, bevor er sich neuen Herausforderungen in der Landeshauptstadt stellt. So hat er es zumindest Oberbürgermeister Wolfgang Schuster signalisiert, der ihn sicher gerne stärker als Investor in Stuttgart einbinden würde. Zumal der Österreicher heute voll des Lobes über die Stadtverwaltung ist, auch wenn die „Eroberung” der Schwabenmetropole in den zurückliegenden Jahren von so mancher Hürde begleitet war.

Franz Fürst sieht sich erst als Entwickler und dann erst als Investor. „Zuerst einmal muss etwas da sein, bevor man darüber reden und investieren kann”, sagt er, der vor 30 Jahren in seiner Heimatstadt Salzburg angefangen hat und seit den 90er Jahren dort nach eigenen Angaben zu den wichtigsten Bauherren gehört.