Raimund Mantei übergibt im Beisein einiger Räte sowie von Bürgermeister Philipp Hahn, der Ersten Beigeordneten Dorothee Müllges und Projektleiterin Stefanie Beck symbolisch den Schlüssel für den zweiten Wagen an Kindergartenleiterin Annette Fischer-Denkinger. Foto: Moser

Der Naturkindergarten am Hechinger Lärchenwäldle ist um eine zweite Gruppe erweitert worden. Am Mittwoch ist der zweite Wagen, der diese Erweiterung optisch deutlich macht, offiziell eingeweiht worden.

Hechingen - Die Sonne ist dann doch noch hervorgekommen an diesem Donnerstagnachmittag zur offiziellen Einweihung der zweiten Hechinger Naturkindergarten-Gruppe, auch wenn das Gras nass und der Boden am Lärchenwäldle noch matschig war. Aber, wie die Erste Beigeordnete Dorothee Müllges es formulierte, "wir sind hier halt im Naturkindergarten, da muss man mit dem Wetter leben" – auch wenn es einmal schlecht sein sollte.

Die 28 Kinder, die momentan den Naturkindergarten besuchen, haben mit dem Wetter jedenfalls kein Problem. Die Familien seien sehr zufrieden, schilderte Müllges die Rückmeldungen. Abmeldungen wegen zu viel Natur, matschigen Schuhen oder dreckigen Klamotten, "das hatten wir noch gar keine". Ganz im Gegenteil: Das Interesse an einem Platz im Naturkindergarten ist groß. Deshalb die Erweiterung um einen weiteren Wagen, in deren Folge fortan 40 Kinder den Naturkindergarten besuchen können.

Wagen noch nicht ganz komplett

Seit Juni steht der zweite neben dem ersten Wagen. Bezogen ist die 13 Meter lange und drei Meter breite Unterkunft bereits, ganz komplett aber noch nicht. Toilette, Küche und Spielsachen sind zwar schon vorhanden, der Ofen, mit dem im Winter geheizt werden kann, fehlt aber noch. Corona lässt grüßen.

Architekt Raimund Mantei, der bereits den Auftrag für den ersten Wagen und nun auch jenen für den zweiten Wagen bekommen hatte, ist aber zuversichtlich: Der Ofen "kommt noch vor dem Urlaub rein". Dasselbe, hofft er, gelte auch für die zwei Vordächer, die noch an die Wagen montiert werden sollen.

Genutzt werden können beide Wagen aber natürlich trotzdem – auch wenn die Kinder ihre Tage in der Regel im nahe gelegenen Waldstück verbringen, wo sie diverse Spielmöglichkeiten haben. Ein richtiger "Traumplatz", wie Architekt Mantei findet.