Nördlich angrenzend an die Schwenninger Straße hält die Verwaltung im Gewann Reutenen eine Ausweisung weiterer Gewerbeflächen für möglich. Foto: Rainer Bombardi

Der Dauchinger Gemeinderat war sich einig: Zwei ortsansässige Betriebe bekommen die Möglichkeit, sich zu erweitern.

Der Gemeinderat sprach sich im südöstlichen Bereich des Gewanns Reutenen, angrenzend an die Schwenninger Straße, diskussionslos für die Ausweisung neuer Gewerbeflächen aus.

 

Parallel beauftragte er die Verwaltung, in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft die hierfür notwendige Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) in die Wege zu leiten.

Bürgermeister Torben Dorn informierte, dass das Landratsamt für den Fall der Aufstellung eines Bebauungsplans das letzte Wort bei der Genehmigung der Bauanträge der expansionswilligen Firmen hat. Grundvoraussetzung, damit es soweit kommt, sei indes die Zustimmung zur Änderung des Flächennutzungsplans. Diese ist notwendig, da die Gemeinde mit der Vermarktung aller Flächen im südlich der Schwenninger Straße gelegenen Gewerbegebiet Riesenburg bauwilligen Firmen keine Grundstücke mehr bereitstellen kann.

Bedarf für Erweiterungsfläche angemeldet

„Wir haben keine Gewerbeflächen mehr aber zwei örtliche Firmen, die schriftlich ihren Bedarf für Erweiterungsfläche angemeldet haben“, erläuterte Hauptamtsleiter Andreas Krebs. Er zitierte aus einem Schreiben der Firma Merz Hydraulik die Bitte, sich vergrößern und wachsen zu können. Dank einer dadurch möglichen Produktionssteigerung soll sich die Zahl von elf auf 40 Mitarbeitende erhöhen.

Krebs berichtete zudem von der Bedarfsanmeldung des Dachdeckerunternehmens Flachdachsystembau Deiss, dessen starke Auslastung und stetiges Wachstum auf 5000 Quadratmetern eine neue Ausrichtung erfordere.

Großteil der Erschließung bereits vorhanden

Auf Anfrage von Ratsmitglied Frank Merten (Unabhängige Bürger) informierte Bürgermeister Dorn, dass ein Großteil der Erschließung, die auf der neuen Gewerbefläche benötigt wird, bereits vorhanden ist. „Die Idee ist , dass die Firmen nach einer Änderung des FNP, direkt mit den Grundstückseigentümern verhandeln“, ergänzte Dorn. Er erachtete vorab einen zusätzlichen Schritt via Verwaltung nicht mehr für notwendig. Bedenken einer Zuhörerin, dass die neue Gewerbefläche rasch an das Wohngebiet rückt räumte Dorn aus. Für die Gemeinde bedarf es diesbezüglich immer einer Zustimmung durch die Verwaltungsgemeinschaft.