In Weissach im Tal haben rund 500 Menschen eine Mahnwache abgehalten. Am frühen Montagmorgen war dort eine Asylunterkunft abgebrannt. Foto: dpa

Rund 500 Menschen haben vor der abgebrannten Asylunterkunft in Weissach im Tal unter dem Motto „Weissach bekennt Farbe“ eine Mahnwache abgehalten. Die Ursachen des Brandes sind derweil noch nicht geklärt.

Weissach im Tal - An einer Mahnwache vor dem abgebrannten Asylbewerberheim in Weissach im Tal haben sich nach Angaben der Organisatoren rund 500 Menschen beteiligt. Damit seien weit mehr Männer und Frauen zu der Versammlung unter dem Motto „Weissach bekennt Farbe“ gekommen als erwartet, sagte der stellvertretende Bürgermeister der 7000-Seelen-Gemeinde, Bernd Hecktor, am Dienstagabend. „Das ist Wahnsinn.“

Obwohl es bisher keine Erkenntnisse über die Ursache des am frühen Montagmorgen ausgebrochenen Brandes gebe, hält Innenminister Reinhold Gall (SPD) einen Anschlag für möglich.

Nach Worten von Hecktor hatten sich der Landrat des Rems-Murr-Kreises, Richard Sigel (parteilos), Weissachs Bürgermeister Ian Schölzel (parteilos) und der grüne Landtagsabgeordnete Wilhelm Halder mit den Flüchtlingen solidarisiert. Auch einer der bisher in der Gemeinde untergekommenen 35 Asylbewerber aus Gambia plädierte für Toleranz und Respekt gegenüber allen Menschen ungeachtet ihrer Herkunft. Hecktor selbst forderte in seiner Ansprache, es sollte mehr Einmischer als Weggucker geben. Flüchtlinge hätten ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und ein friedliches Leben.

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