Wirtschaftsbeauftragter Ralf Bohnet (von links), Bürgermeister Bernhard Haas, Jonas Weinmann, Landrat Klaus Michael Rückert, Sascha Rauter, Gebhard Strähler, Simon Schultz und Friedrich Weinmann Foto: Landratsamt

„Menschen – Metalle – Motivation“ – was hinter diesem Leitgedanken der Weinmann Aach AG steckt, davon konnten sich Landrat Klaus Michael Rückert, Bürgermeister Bernhard Haas und Wirtschaftsbeauftragter Ralf Bohnet beim Firmenbesuch ein Bild machen.

Der Vorstandsvorsitzende der Weinmann Aach AG Friedrich Weinmann begrüßte zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Gebhard Strähler, Sascha Rauter, Simon Schultz und Prokurist Jonas Weinmann die Besucher.

 

Das Haupteinzugsgebiet des Unternehmens ist Baden-Württemberg und das Elsass aber es werden auch Kunden bundes- und europaweit beliefert. Heute beschäftigt die Weinmann Aach AG 400 Mitarbeitende, davon 28 Auszubildende. Die Lagerfläche beträgt 50 000 Quadratmeter und 120 000 Tonnen Metalle werden pro Jahr mit 50 Lastwagen umgeschlagen.

Mehr Dienstleistungen

Neben dem klassischen Stahl- und Metallhandel biete das Unternehmen für seine Kunden immer mehr Dienstleistungen wie die Einlagerung, den Zuschnitt und die termingenaue vorkommissionierte Bereitstellung der Waren an der Produktionslinie an.

Als Handels- und Logistikunternehmen sei für Weinmann die Infrastruktur der Region ein wichtiger Standortfaktor, weshalb der Bau der Hochbrücke bei Horb sehr begrüßt werde, aber es wurde auch darauf hingewiesen, dass ein durchgängiger Autobahnanschluss für die Region sehr wichtig sei und dies nicht aus den Augen verloren werden darf. Positiv sehe die Geschäftsführung die Eröffnung des neuen Container-Terminals am Standort Horb. Dadurch könnten Stahllieferungen, zum Beispiel aus Italien, mit der Bahn bis nach Horb gefahren werden und müssen dann nur noch mit dem LKW abgeholt werden. Im Vergleich zu heute, wo die Ware noch in Singen abgeholt werden muss, wäre dies schon ein bedeutender Vorteil.

Ein weiteres Thema in der Runde war der Fachkräftemangel. Um dieser Herausforderung zu begegnen, setzt das Unternehmen unter anderem auf die Integration von Flüchtlingen und möchte verstärkt auch Arbeitskräfte im Ausland anwerben, jedoch seien die aktuellen Verfahren dafür viel zu kompliziert.

Mobilitätsangebote wichtig

Ein wichtiges Kriterium bei der Fachkräftesuche seien die Mobilitätsangebote am Standort. In diesem Zusammenhang wies Landrat Rückert auf das Pilotprojekt der Mobilitätsgarantie des Landkreis Freudenstadt hin. Bürgermeister Haas ergänzte in dem Zusammenhang, dass auch die Stadt Dornstetten mit verschiedenen Angeboten die ortsansässigen Unternehmen unterstützte. So finden regelmäßig Ausbilder-Cafés und Unternehmerfrühstücke statt. Das Ziel dabei sei, den Austausch unter den Betrieben zu fördern und gemeinsam Lösungen für die anstehenden Herausforderungen zu suchen.

Beim anschließenden Betriebsrundgang zeigten sich die Besucher von der Größe der Lagerflächen und den Dimensionen des Warenumschlags beeindruckt. Dabei wurde auch deutlich, wie die abgestimmten Prozesse und Abläufe zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

Es wurde ebenso das Thema Investitionen angesprochen. Das Unternehmen berichtet, dass es verstärkt in Klimaschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen investieren möchte. So sollen als nächstes mehrere E-Ladesäulen auf dem Betriebsgelände zur Nutzung für die Mitarbeitenden gebaut werden.