Über ein voll besetztes Haus konnte sich die Stadtmusik Weil am Rhein bei ihrem Frühlingskonzert in der evangelischen Kirche in Alt-Weil freuen.
Die Vorsitzende Patricia Winkler begrüßte Oberbürgermeisterin Diana Stöcker sowie Kulturamtsleiter Peter Spörrer. Beiden galt der Dank für die stetige Unterstützung der Stadtmusik.
Zwei der im Konzert aufgeführten Musikstücke würden von einer Jury des Bunds deutscher Blasmusik bewertet, erklärte der musikalische Leiter, Kai Trimpin. Er versprach einen Abend voller Musik, Emotion und unvergesslicher Klänge.
Eurovisions-Melodie weckt Gefühle
„Te Deum“ arrangiert von Jerome Naulais, eines der größten Chorwerke seiner Zeit, getragen, feierlich nach einer strahlenden Einleitung der Blechbläser, wurde als erstes Stück zu Gehör gebracht.
Es folgte die mitreißende , bekannte Melodie der Eurovision. Dann die erste Melodie des Wertungsspieles „Band of Brothers“, das durch sein symphonisches Arrangement mit seinem beeindruckenden Wechsel von kraftvollen und ruhigen Sequenzen sehr gut gelang.
Beeindruckendes Waldhorn-Solo
Beeindruckend auch das Waldhornsolo und das furiose, dramatische Ende. Bekannt ist dieses Stück aus einer US-Kriegsfilmserie. Nach Lanzarote, auf die Vulkaninsel entführten die Musiker das Publikum mit „Montanas del Fuego“ von Markus Götz. Musikalisch zeichnete die Stadtmusik dynamisch die eindrucksvolle Landschaft der Insel. Sanfte Klänge der Holzinstrumente wechselten mit spritzigen Trompetenklängen, quirligen Flöten und gewaltigen Bläserfanfaren. Hier überzeugte insbesondere das Saxofon-Solo.
Leise Klänge von der Empore
Überraschend für das Publikum waren zart und dennoch beschwingt von der Empore her in „Sweet Memory“ ein Tenorhorn und eine Posaune zu hören, deren Klang sich mit dem des Orchesters mischten. Einen Zeitsprung vom Spiritual, dem Gospel, Blues, mal rockig, dann wieder im Big Band Sound „Do Remeber my“ von James Hosay gaben die Musiker danach zum Besten. Bereits im ersten Ton düster, voller Rhythmus, erklang „Mars“. Hier wurde der Rote Planet in treffenden Tönen präsentiert. Ein Experimentelles Stück, wie Trimpin erklärte.
Ballade vom „Letzten Einhorn“
Wehmut kam bei der Balade aus der Filmmusik vom „Letzten Einhorn“ auf. Hier glänzten die Musiker auf der Oboe und dem Saxophon mit ihren Soli. Munter erklang „Sympatria“ ein frischer Marsch, in dem Heimatgefühle thematisiert und intoniert wurden. Mit stehendem Applaus forderten die Zuhörer eine Zugabe. Die musste mit „Satellite“ von Lena und „Pop City“ gleich zweimal gewährt werden. Dirigent Kai Trimpin zeigte sich nach dem Konzert sehr zufrieden mit dem Verlauf. Vor allem freute er sich mit seinen Musikern darüber, dass die beiden Musikstücke vom Bund deutscher Blasmusik durchweg positiv bewertet worden waren.