Weilens Bürgermeisterin hat Annette Sauter-Schneider in der Gemeinderatssitzung nach 14 Jahren als Leiterin des Weilener Kindergartens in den Ruhestand verabschiedet.
Der Gemeinderat von Weilen tagte kürzlich und hatte einige Punkte auf der Tagesordnung, über die diskutiert wurde.
Schuppengebiet
Zur Umnutzung von gewerblichen Flächen in Sondergebietsflächen für Schuppen ist laut Protokoll eine Änderung des bestehenden Bebauungsplans notwendig. Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig die Aufstellung des Bebauungsplans „Breitenried III – 1. Änderung“. Es folgt die Beteiligung der Behörden und der Öffentlichkeit. Der nächste Aufschlag im Gremium ist für die Oktobersitzung geplant.
Friedhof
Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich die vorgelegte Friedhofssatzung samt Gebührenkalkulation.
Bürgermeisterin Silke Edele verabschiedete Annette Sauter-Schneider nach 14 Jahren als Leiterin des Weilener Kindergartens in den Ruhestand. Sie beendet ihre Tätigkeit zum Ende des Monats. Im Namen der Verwaltung, des Gemeinderats und der gesamten Bevölkerung bedankte sie sich für den offenen, liebevollen und unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Weilener Kinder mit einem Blumenkranz und einem Gutschein.
Als Nachfolgerin begrüßte Edele die künftige Kindergartenleiterin Madleen Holländer-Weinmann. Offiziell tritt sie die Nachfolge am 20. November nach Ende ihrer Elternzeit an. „Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, ist sie schon jetzt in die Organisation eingebunden“, heißt es. Edele überreichte ihr einen Blumengruß zur Begrüßung.
Zusammen mit der künftigen Leiterin berichtete die Bürgermeisterin über die Kindergartenplanung 2025/26. Die turnusmäßige Erhöhung der Gebühren ist bereits im November 2024 beschlossen worden. Die Kinderzahlen befinden sich nach jetzigem Stand auf einem stabilen Niveau.
Die Einrichtung ist über das gesamte Kindergartenjahr durchgehend gut ausgelastet, aber nicht am oberen Limit. Im Oktober und November ergibt sich eine Lücke in der Personalausstattung, für die gerade mit Unterstützung der Fachberaterin für Kindertagesstätten Deckungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Ab Dezember 2025 liegt die Personalausstattung sogar leicht über dem Mindestpersonalbedarf, „so dass hier beruhigt dem Jahreswechsel und kommenden Jahr entgegengesehen werden kann“.
Vereinsförderung
Der Gemeinderat beschloss die Aufnahme der neuen Vereine „Traktorenfreunde Weilen e.V.“ und „Förderverein Kindervielfalt Weilen e.V.“ in die Förderrichtlinien der Gemeinde, sofern ein Nachweis über die Gemeinnützigkeit vorgelegt wird. Dem Förderverein Kindervielfalt wird außerdem ein Raum im Rathaus zur Verfügung gestellt. Der Antrag auf zusätzliche Befreiung von Hallengebühren für Veranstaltungen des Fördervereins Kindervielfalt wurde mit Verweis auf die Gleichbehandlung aller Vereine und Regelung in der derzeit geltenden Entgelt- und Benutzungsordnung der Gemeindehalle abgelehnt.
Einlaufschächte
Unter „Verschiedenes“ informierte die Bürgermeisterin über zwei weitere Schächte in der Stellestraße, die bei der Beauftragung von schadhaften Einlaufschächten übersehen worden seien. Die Verwaltung habe diese inzwischen zur Sanierung nachgemeldet. Der Gemeinderat nahm die Entscheidung zustimmend zur Kenntnis.
Zahlungen
Die Bürgermeisterin gab bekannt, dass die Abschlusszahlung von Fördermitteln aus dem Ausgleichsstock für Breitband/Backbone in Höhe von 130 000 Euro – beantragt unter Bürgermeister Reiner – eingegangen sei. Außerdem wurden der Gemeinde Fördermittel in Höhe von 40 000 Euro für die Sanierung des GVV-Verwaltungsgebäudes aus dem Ausgleichsstock 2025 in Aussicht gestellt. Auch die Auszahlung von 200 000 Euro nach Kündigung der Kommanditbeteiligung an der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft Netze BW sei erfolgt. Hier würden gerade passende Anlageoptionen geprüft.
Wasserschutzgraben
Die Bürgermeisterin informierte über den Antrag eines Bürgers, den Wasserschutzgraben Engstenhalde (oberhalb Bühlstraße) professionell reinigen zu lassen. Sie verwies auf die anstehenden Haushaltsberatungen im Herbst. Im Zuge der Prüfung, welche Maßnahmen im Jahr 2026 zu berücksichtigen sind, sollen auch die Hochwasserschutzmaßnahmen der Gemeinde Beachtung finden