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Weilen unter den Rinnen "Herzdropfa" sorgen für beste Unterhaltung

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Der Hof der "Wasenstube" ist voll. Die Gäste unterhalten sich beim Comedy-Abend prächtig.Fotos: Breisinger Foto: Schwarzwälder Bote

Der 19. August hätte zu einem Festtag in Weilen unter der Rinnen werden sollen, denn für diesen Tag hatte der singende Wasenwirt" Heinz Koch mit dem Auftritt der Höhner ein Highlight mit zu 2500 Besuchern geplant. Daraus wurde nichts. Nun gastierte das Comedy-Duo Hillu’s Herzdropfa.

Weilen u. d. R. Wie alle Großveranstaltungen fiel der Auftritt der Kölner Kultband aus und wurde auf den 20. August 2021 verschoben. "Der Vorverkauf läuft hervorragend", freut sich Koch, der bekanntgab, dass diese Karten im Vorverkauf ab nächster Woche 40 statt 30 Euro kosten werden.

Doch ohne Veranstaltung im August geht es in der "Wasenstube" einfach nicht. So traten, wie ursprünglich geplant, vor maximal erlaubten 500 Besuchern "Hillus Herzdropfa" auf. "Die sind einfach einmalig", findet Koch, der den Abend mit "Heute wird wieder Stimmung gemacht" und einem Medley mit "Rote Lippen soll man küssen", "Liebeskummer lohnt sich nicht", "Lady Sunshine" und "Memories of Heidelberg" eröffnete und mit "Sierra Madre" beendete.

Matheis (Franz Auber) und auch dessen Gemahlin Hillu (Hillu Stoll) freuten sich darüber, bei Koch auf jemand noch Kleineren als sie selbst zu treffen. Doch nicht nur mit Kleinwüchsigkeit hat die arme Hillu zu kämpfen, sondern auch mit einem "lahmarschigen" Gemahl, "mehr Wasser in den Fiaß als d’Kühe saufa könnet" und dem ein oder anderen Kilo zu viel.

Hillu jedoch sieht es gelassen: Zum einem wiege sie nicht so viel wie ihre Freundin, die mit zwei weiteren Kilos mehr demnächst ihre eigene Postleitzahl bekommen könnte, und zum anderen könne jemand, der wie sie intelligent, charmant und gutaussehend sei, nicht auch noch schlank sein. Charakterzüge, die die gläubige Christin, bei der es nach dem Beten des Rosenkranzes immer "kuhranzennacht wegen kaputten Funzle" in der Straße ist, dem Herrgott zuschreibt, wohingegen dieser bei der Schöpfung von Matheis seinen "Sinn für Humor" gezeigt habe. "Auch der Herrgott hat mal einen schlechten Tag", geht Matheis auf die Schöpfung seiner Frau ein.

Laut eigener Auskunft kommt Hillu aus einem Kulturhaushalt, denn am Morgen sei Zirkus und am Abend Theater. Sie zitiert kurzerhand Joachim Ringelnatz, denn sie habe keine Angst vor dem Sterben, sei doch der Nachruf besser als der Ruf. Autofahren liege dem "laufenden Meter von d’r Alb ra" ohnehin nicht im Blut, denn bei der letzten Autobahnfahrt sei sie "wie eine Raket in die Autobahn nei und überholte gleich den ersten Geisterfahrer".

Viel lieber sei sie mit ihrem roten Massey Ferguson, Baujahr 1956, unterwegs, den sie am Tag, an dem der Winterschlaf aufhört und die Frühjahrsmüdigkeit anfängt, anmeldete und das bei einem "hyperventilateren Beamten", der sich als "Träger des Staats" bezeichnete. "Träger geht es nun wirklich nicht", antwortet die schlagfertige Hillu, die meinte, dass im Landratsamt nur "Schnoka" arbeiten, denn werde das Licht angeschaltet, dann seien alle weg.

In unnachahmlicher Art schob sich das Duo Totalschaden alias die "Chefs des Cuisines Franz de la Sauce und Hillu á la carte" nicht nur die Bälle zu, sondern brillierte auch mit Gesangseinlagen wie "Leise, ganz leise kommt der Rausch".

Leider dürfe man momentan nicht zusammen singen, aber zusammen lachen dürfen man schon. "Es gibt nichts Schöneres als Gesellschaft. Solche Veranstaltungen haben mir gefehlt. Als ich die Schlange am Eingang sah, das war ein Traum, im August braucht man das einfach", freute sich Koch über ein ausverkauftes Haus. "So viel Andrang sind wir nicht mehr gewöhnt. Zeitweise waren wir fast schon mit der Bewirtung überfordert. Nach gewisser Zeit ging sogar das Bier aus."

Auch sei es schön gewesen, mal wieder als Sänger aufzutreten und auf das begeisterte Publikum hinabzuschauen. "Applaus ist nunmal des Künstlers Brot", so Koch. Er lobte die "vernünftigen Besucher", die sich vorbildlich an die Corona-Regeln wie die Mund- und Nasenschutzpflicht beim Gang auf die Toilette und bei der Bestellung von Speisen und Getränken gehalten hätten.

Nach langen Wochen des Wartens war diese Veranstaltung auch wieder die geeignete Plattform für den "Singenden Wasenwirt", um im großen Stil wieder Spenden für die Kinderkrebsstation im Stuttgarter Olgahospital sammeln zu können.

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