Wegen der Kosten für Arbeiten am Leitungsnetz und Erschließungsmaßnahmen berappen Wasserkunden bald mehr.
2,60 Euro – also 20 Cent mehr als bisher – zahlen die Meßstetter ab 1. Januar 2026 für den Kubikmeter Wasser. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.
Juliane Schempp von der Stadtkämmerei hatte zuvor die Kalkulation inklusive der Prognosen und Schätzungen im Hinblick auf den Wasserverbrauch erklärt. Ihr Fazit: Die bisherigen Einnahmen durch die Verbrauchsgebühr decken die Kosten nicht mehr, sind sie durch den Preis für den Wasserbezug doch ebenso gestiegen wie durch die Kosten für Sanierungsmaßnahmen.
Die Stadt muss ihre Kosten weitergeben
Die Stadt darf mit dem Wasserverkauf kein Geld verdienen, aber eben auch nicht drauflegen. 840 000 Euro muss die Stadt 2026 hinblättern, um ausreichend Wasser beim Zweckverband Wasserversorgung Hohenberggruppe zu beziehen.
Das Wasserwerk wird aktiviert
Unterhaltungsmaßnahmen am Rohrnetz – 150 000 Euro – und höhere Abschreibungen durch die Aktivierung des Wasserwerks Langenbrunn schlagen ebenso zu Buche wie 35 000 Euro für Zählerwechsel und 64 000 Euro für das Material, außerdem Kosten für Fremdleistungen, Material und die Arbeit des Bauhofteams, etwa bei Sanierungsarbeiten in der Straße „Hinter der Burg“ in Tieringen, am sechsten Bauabschnitt der Sanierungsarbeiten im Wohngebiet Bueloch und Erschließungsarbeiten im Höhenweg Meßstetten. Außerdem kommen die Kosten für das Erstellen eines Löschwasserkonzepts – 418 000 Euro – hinzu.
Wie bisher auch, subventioniert die Stadt den Wasserpreis aber durch die Dividende aus den EnBW-Aktien – laut Schempp 1,60 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Insgesamt sind das 498 900 Euro für Meßstetten.