Die Summe ist schon beeindruckend: Der Alemannen-Chapter der Harley-Davidson-Freunde spendete 15 928,23 Euro an die Hilfsorganisation Chinderlache, die damit kranke und bedürftige Kinder unterstützt.
Das Geld haben die Harley-Freunde mit diversen Aktionen gesammelt. Besonders ihre Aktion in der Adventszeit, wenn sie mit ihren weihnachtlich geschmückten Harleys auf den Weihnachtsmärkten in Bad Bellingen, Weil am Rhein und Lörrach sowie erstmals auf dem Engeli-Märt in Binzen unterwegs sind, sorgte stets für große Aufmerksamkeit. Dabei verschenkten sie 800 Nikolaustüten und sammelten gleichzeitig Geld fürs Chinderlache.
33 Jahre Alemannen-Chapter
Zu den Unterstützern des seit 33 Jahren bestehenden Alemannen-Chapter zählen der Harley-Davidson Power Shop sowie zahlreiche Geschäftsleute und Firmen. Durch Sponsoren und weitere Aktionen wie die Verlosung bei der vereinsinternen Weihnachtsfeier, kommt weiteres Geld in die Kasse, teilte Uli Berndt, Director des Alemannen-Chapters, mit. Das Chapter hat ein Einzugsgebiet von Freiburg, über Weil am Rhein bis Waldshut mit rund 65 Mitgliedern im Alter von 18 bis 75 Jahren, informierte Gabriel Haberstroh, Assistant Director.
Neben den monatlichen Treffen genießen sie das Motorradfahren und wollen so dem Alltag entfliehen. Für dieses Jahr ist eine Tour nach St. Tropez zum HOG-Treffen mit mehr als 30 000 Harley Fahrern geplant.
Weihnachtsmänner sammeln Geld für den guten Zweck.
Aber nicht nur Spaß am Motorradfahren, sondern auch der Gedanke, sich für die gute Sache einzusetzen, steht für alle im Vordergrund. Ulrich Berndt bemerkte, dass das Konzept vor acht Jahren geändert wurde, und die „Harley-Weihnachtsmänner“ seitdem Geld sammeln um es an gemeinnützige Organisationen zu überreichen. Mehrere tausend Euro konnten so in den vergangenen Jahren, unter anderem an das Hospiz am Buck, das Erich-Reisch-Haus, das Frauenhaus, das Familienzentrum, die Wärmestube in Friedlingen und die Rettungshundestaffel Oberrhein übergeben werden. „Tu Gutes und sprich darüber“ ist das Motto von Berndt.
Ältestes Chapter in Deutschland
Gegründet wurde das Alemannen-Chapter Germany, das älteste Chapter in Deutschland, bereits 1992 von Gerhard Link, der zusammen mit seiner Frau Ingrid den „Harley Davidson Power Shop“ 1985 ins Leben rief. Die Firma im Rebgarten betreiben nun ihre Kinder Richard, Falk und Franziska. Am 12. Juli diesen Jahres wird das 40-jährige Bestehen des Power Shops mit Livemusik und einer großen Party gefeiert, teilte Geschäftsführer Falk Link mit.
Übrigens, wer eine Harley Davidson kauft, ist automatisch ein Jahr Mitglied im Harley Owners Group (HOG), betonte Link. Die HOG wurde 1983 von Willie G. Davidson, Enkel eines Firmengründers ins Leben gerufen und hat mittlerweile weltweit mehr als eine Million Mitglieder.In erster Linie geht es um den Spaß am Motorradfahren und um Wohltätigkeiten für Bedürftige.
Weihnachtsmänner unterstützen Klinik-Clowns
Der Chinderlache-Vorsitzende Erich Fischer und Schatzmeister Steffen Rogg zeigten sich angenehm überrascht und freuten sich über den Spende. „Es ist eine Sensation“ bekräftigte Fischer seine tiefe Dankbarkeit für die üppige Zuwendung. Die willkommene Unterstützung fließe größtenteils in das Projekt Klinikclowns im St. Elisabethen-Krankenhaus, sagte Fischer.
Aber auch das Hilfsprojekt „Jedem Kind sein eigenes Bett“ werde damit unterstützt. Im vergangenen Jahr wurden für 20 000 Euro Betten gekauft und bedürftigen Familien zur Verfügung gestellt. „Wenn wir Hilferufe von notleidenden Menschen erhalten, prüfen wir natürlich alle Einzelfälle. Besonders Alleinerziehende oder Kinder mit Handicap sind von der Armut betroffen. Informationen erhalten wir auch von Kindergärten, Kitas, Kinderkliniken über Bedürftige“, teilte Fischer mit und ergänzt: „Wir helfen grundsätzlich mit Sachspenden wie Kinderfahrrädern oder Kindermöbeln oder warmer Bekleidung.“
Chinderlache finanziert sich zu 100 Prozent aus Spenden und stellt diese Kinder aus weniger begüterten Verhältnissen sowie kranke Kinder von Freiburg bis zum Bodensee zur Verfügung. Schirmherren des Vereins sind Otmar Hitzfeld, Florian Schroeder und Gudrun Heute-Bluhm.