Die Begrüßung fand im Café des Kesselhauses statt. Foto: Anita Indri-Werner

Mit dem „offenen Kesselhaus“ eröffnete Kulturamtsleiter Peter Spörrer am Sonntag den Reigen der Weiler Veranstaltungen rund um das ESC-Festival in Basel. Auf dem Programm bis zum 17. Mai steht unter anderem der Auftritt von ESC-Ikone Nicole.

Weil am Rhein soll nicht nur eine Schlafstadt und eine Stadt für Durchreisende sein“: Dieser Gedanke lag den Überlegungen zugrunde, im Rahmen des in der Nachbarstadt Basel stattfindenden ESC aktiv zu werden, hieß es. Nichts zu machen, sei keine Option gewesen, meinte Spörrer bei der Eröffnung des Weiler Begleitprogramms.

 

Buntes Programm

Mit den unterschiedlichen Musik- und Kulturveranstaltungen, die bis zum 17. Mai stattfinden, sollen möglichst viele Menschen angesprochen werden, besonders aus Weil am Rhein. „Bunte, diverse Veranstaltungen“ versprach Spörrer bei der Begrüßung im Kulturcafé des Kesselhauses in Friedlingen.

Viel Musik gab es bereits zum Auftakt im Kesselhaus: Ob Schlagzeugshow, Ukulele-Melodien, Rhythmus mit dem Hackbrett oder der Auftritt eines Singer/Songwriters – für jeden Besucher war etwas dabei. Musiker der Städtischen Musikschule umrahmten den Nachmittag ebenfalls. Die Ateliers, deren Türen sich an diesem Sonntag öffneten, wurden ebenfalls vorgestellt.

„Dr. Eurovision“ hält Vortrag

Spörrer wies auf die weiteren Konzerte im Rahmen des Weiler Festivals hin. Auf dem Programm stehen zudem unter anderem auch das Public Viewing im Kesselhaus und ein Vortrag von „Dr. Eurovision“ Irving Wolther. Er beschäftigt sich seit mehr als 40 Jahren mit dem Eurovision Song Contest und gehört international zu den führenden Forschern zu diesem Thema, dem er auch seine Dissertation widmete.

Höhepunkt der Woche ist der Auftritt von Nicole im Haus der Volksbildung. Mit gerade einmal 17 Jahren hat die Sängerin im Jahr 1982 mit „Ein bisschen Frieden“ den Eurovision Song Contest für Deutschland gewonnen, der damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson hieß.

Darüber hinaus werde es Sonderöffnungen der Museen geben. Geplant ist zudem unter anderem ein Workshop für Jugendliche zum Thema „Songtexte schreiben“.

Musik und offene Ateliers

Der Dank galt den Partnern und Sponsoren, die diese Veranstaltung rund um „Kunst, Gemeinschaft und Begegnung“ möglich gemacht haben. „Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und schöne Erlebnisse“, schloss Spörrer seine Begrüßung, zu der immerhin mehr als zwei Dutzend Besucher gekommen waren.

Valeria Gleim von der Musikschule, Kulturamtsleiter Peter Spörrer und Beate Fahrnländer, Sprecherin der Künstler (v.l.) Foto: Anita Indri Werner

Valeria Gleim, die die Eröffnung musikalisch begleitete, stimmte mit „Halleluja“ auf den sonnigen, erlebnisreichen Tag des offenen Kesselhauses ein. Wer sich anschließend auf den Weg durch die Ateliers machte, begegnete einem Meer aus Musik und Farben. „Interessante Besucher“ erhoffte sich Brunone Morandi, aus dessen Räumen eine seiner Kompositionen erklang. „Viele interessierte Gäste und vielleicht auch solche, die aus Basel zu uns kommen“, erwartete Beate Fahrnländer.

Sissi und Bernd Wißgott teilten sich an diesem Sonntag ein Atelier mit Elisabeth Veith. Sie hofften, dass sich die Besucher über die Ausstellungen freuen. Auch sie freuten sich auf „interessante Gespräche“. „Nun ja, wenn sich jemand in ein Kunstwerk verliebt und dieses kauft, dann wäre mir das auch recht“, erklärte Veith.

Beim Hinausgehen kamen die Besucher am Basteltisch vor dem Textilmuseum vorbei. Dort saßen Lilly, Aron und Ellla, an einem Tisch voller bunter Materialien. Die Drei freuten sich darauf, mit möglichst vielen Kindern zu basteln. Derweil eilte der Kulturamtsleiter zur Parade nach Basel, wo er ebenfalls in die Planung involviert war.

Das Programm zum ESC-Festival Weil am Rhein gibt es unter https://www.weiler-kultur.de/de/festivals/esc-festival.php