Anfang September kommt die beliebte Verkaufsausstellung nach Weil am Rhein.
Früher stieg sie auf Schloss Beuggen, nun kommt von Freitag, 5. bis Sonntag, 7. September, das Landesgartenschau-Gelände in Weil am Rhein neben dem Schlossgarten Bad Säckingen als neuer Standort für die DiGa-Gartenmesse hinzu. Messe-Veranstalter Dieter Maier berichtet im Interview von den Vorbereitungen zu der großen Verkaufsschau rund um den Garten und das Leben draußen.
Schloss Beuggen, Schlossgarten Bad Säckingen, Kloster Wiblingen – die DiGa findet bislang überwiegend rund um historisch wertvolle Gebäude statt. Was zieht Sie nach Weil am Rhein?
Nach Weil am Rhein zieht uns das hervorragende Gelände mit vielen Grün- und Wasserflächen und die hervorragende Infrastruktur auf dem ehemaligen LGS-Gelände. Es gibt dort allein 800 kostenfreie Besucherparkplätze direkt am Eingang. Das haben wir bei den Schlössern leider nicht.
Wie ist das Interesse unter den Ausstellern an dem neuen Standort? Wie viele Anmeldungen haben Sie bekommen?
Wir werden knapp 80 Aussteller präsentieren. Sie kommen aus dem gesamten Bundesgebiet. Leider ist es uns nicht gelungen, viele regionale Unternehmen für eine Messeteilnahme zu gewinnen, obwohl wir uns sehr bemüht haben. Nur die Weiler Blumen-Oase und ein Rosenanbieter aus Herten sind aus der Region dabei. Ob Blumenläden, Holzbau oder Gartenbau – die meisten sagen, sie haben nicht genug Personal, um einen drei Tage langen Messeauftritt zu stemmen.
Welche Themenbereiche wird es geben? Welche Themen sind besonders stark vertreten in Weil?
Es gibt ein üppiges Angebot an Rosen und einen großen Kräutergarten. Es geht um Teiche, Whirlpools und Terrassenbau.
Einen hohen Stellenwert hat bei uns das Thema Lebensart, auch auf der Messe selbst. Es wird zwei Weinstände und zwei Gastro-Bereiche geben, einer direkt beim Eingang links, der andere weiter hinten bei dem schönen Rosengarten. Dort gibt es auch Sitzplätze im Schatten. Das ist ein weiterer Vorteil des Dreiländergartens in Weil am Rhein: dass es dort so viele von der Stadt montierte Sitzbänke gibt.
Und wenn es regnet?
Lieber ein Regenschauer mal zwischendrin als dauerhafte Hitze. Bei der letzten Messe hat es zehn Minuten leicht geregnet, danach war es bewölkt. Und die Leute sind nur so geströmt. Schließlich können sie bei solchem Wetter kaum ins Schwimmbad gehen oder an einen See fahren, wie sonst im Sommer.
Das ist übrigens der Grund, warum wir den September als Veranstaltungstermin gewählt haben. Beim Weiler Gartenzauber 2018 war es vier Tage lang sehr heiß, zwischen 32 und 35 Grad. Das hilft uns nicht.
Auf dem LGS-Gelände ist viel Platz. Welche Bereiche werden Sie bespielen?
Entlang der Achse bis zum Sportplatz hoch und dann nach rechts, Richtung Rosengarten, werden Aussteller stehen. Außerdem gibt es noch einen Rundlauf durch die Wiese rechts vom Eingang.
Gibt es auch ein Rahmenprogramm?
Nein. Es handelt sich um eine reine Verkaufsausstellung.
Seit wann organisieren Sie Gartenmessen und was hat sich in dieser Zeit verändert?
2004 haben wir mit den Gartenmessen auf Schloss Beuggen angefangen – damals mit einem sehr freundlichen Vermieter. Damals gab es deutschlandweit etwa 250 Veranstaltungen zum Thema Garten. Heute sind es 2000. Mit Stolz kann ich sagen, dass wir unter den ersten waren, die diesen Bedarf erkannt haben. Die Menschen fühlen sich beim Thema Garten einfach wohl. Sie kommen immer und sind auch bereit, Geld auszugeben. Das Organisationsvolumen einer solchen Messe liegt bei 40 000 Euro netto. Das müssen Sie erst einmal wieder einspielen!
Welche Trends im Bereich Garten beobachten Sie?
Bei den ersten Messen nach Corona merkte man deutlich: Viele Menschen wollen es sich daheim schön machen. Das Interesse richtete sich auf hochpreisige Produkte wie Whirlpools, Edelstahlkamine oder Tischgarnituren. Was aber auch auffällt: Spontankäufe gibt es nicht mehr so viele wie früher. Die Leute nehmen sich mehr Zeit zum Nachdenken. Man spürt eine gewisse Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung. Wen wundert das schon, wenn allerorten davon die Rede ist, das KI bald viele Arbeitsplätze ersetzt?
Seit wann organisieren Sie Veranstaltungen?
1982 habe ich den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht. Ich habe Flohmärkte organisiert. Am Heuboden in Umkirch fing alles an – den Markt dort gibt es bis heute.
Zur Person
Dieter Maier (67) hat Großhandelskaufmann gelernt, ist „glücklich“ geschieden und Vater einer Tochter. 1982 machte er sich selbstständig, 1990 gründete er die Gesellschaft SüMa Maier in Rheinfelden-Herten, deren Inhaber und Geschäftsführer er bis heute ist.
Mit seinen Messen ist er in ganz Süddeutschland präsent.
Mehr Information: Die Messe ist am Freitag und am Samstag, 5. und 6. September, jeweils von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 7. September, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene kostet 7 Euro (Tageskarte). Für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt in Begleitung eines Erziehungsberechtigten frei.