Der Gemeinderat stimmt dem Wirtschaftsplan des Wasserverbands Südliches Markgräflerland zu. Baumaßnahmen und Anschaffungen verursachen Kosten.
Einstimmig hat der Gemeinderat Weil am Rhein dem Vertreter der Stadt Weil am Rhein in der Verbandsversammlung des Zweckverbands Wasserverband Südliches Markgräflerland ermächtigt, dem Wirtschaftsplan 2026 zuzustimmen.
Dem Verband gehören neben Weil am Rhein, die Verbandsgemeinden des Gemeindeverwaltungsverbands Vorderes Kandertal sowie Efringen-Kirchen und seine Ortsteile an. Vorsitzende des Verbands ist die Weiler Oberbürgermeisterin Diana Stöcker.
Die Wasserbezugsumlage erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 0,02 Euro auf 0,81 Euro pro Kubikmeter.
Die Erhöhung der Umlage sei der allgemeinen Preisentwicklung sowie einem erhöhten Betriebs- und Instandhaltungsaufwand für die „in die Jahre gekommenen“ Anlagen geschuldet, hieß es im Vorbericht zum Wirtschaftsplan.
In der Finanzplanung bis 2029 wird mit einer stetigen Zunahme des Wasserverbrauchs gerechnet. Die Abschreibungen werden sich nach Fertigstellung der laufenden Baumaßnahmen erhöhen.
Investitionen:
Für investive Maßnahmen sind Mittel in Höhe von rund zwei Millionen Euro geplant.
Restarbeiten fallen demnach noch am weitgehend fertiggestellten Tiefbrunnen II in Efringen-Kirchen an. Dafür sind 39 000 Euro eingestellt.
720 000 Euro werden im Wirtschaftsjahr 2026 für den Neubau des Tiefbrunnens Rümmingen fällig.
Ursprünglich sollte das bestehende Brunnengebäude dort nur teilweise abgerissen und saniert werden.
Dem Einwand des Landratsamts Lörrach, der notwendige Zehnmeterabstand sei zu berücksichtigen und ein dort verlaufender Wirtschaftsweg aus der Fassungszone auszuschließen, kam der Verband nach mit dem Beschluss nach, einen komplett neuen Brunnen einschließlich Brunnengebäude zu erstellen.
Dafür musste ein Grundstück erworben werden.
Die Kostenschätzung des beauftragten Ingenieurbüros liegt den neuen Plänen zufolge nun 180 000 Euro höher.
Mit Baubeginn werde für Mitte/Ende 2026 gerechnet, heißt es.
Die Fertigstellung des Anbaus am Hochbehälter Rümmingen schlägt mit insgesamt 560 000 Euro zu Buche. Nach dem Abschluss aller Arbeiten werde der Hochbehälter voraussichtlich im zweiten oder dritten Quartal in Betrieb gehen.
160 000 Euro sind für die Planung einer Notverbindungsleitung zwischen dem Wasserverband und dem Basler Energie- und Wasserversorger IWB, um eventuelle Einschränkungen während des Bauprojekts Wiese Vital.
Die Leitung soll darüber hinaus allgemein für die Trinkwassernotversorgung zur Verfügung stehen und daher für einen dauerhaften Betrieb ausgerichtet sein.
Für die Notversorgung der Verbandsanlagen sind 300 000 Euro im Plan. „Die zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse, technischer Störungen sowie potentieller Krisenlagen wie Cyberangriffe oder großflächige Stromausfälle machen deutlich, dass eine zuverlässige Notversorgung für kritische Infrastruktur und zentrale Einrichtungen unerlässlich ist“, heißt es zur Begründung.
Darunter fallen etwa die Anschaffung eines Notstromaggregats und einer mobilen Tankstelle.
Hinzu kommen 50 000 Euro für den Erwerb eines Grundstücks, 52 000 Euro für Betriebs- und Geschäftsausstattung, 100 000 Euro für die Sanierung und Erweiterung des Hochbehälters Efringen-Kirchen, 50 000 Euro für die Sanierung des Hochbehälters Blansingen und 65 000 Euro für eine Neubohrung als Ersatz für den maroden Tiefbrunnen IV.
Ein Darlehen in Höhe von 1 Million Euro wird aufgenommen, 142 000 Euro werden im Wirtschaftsjahr 2026 getilgt. Der Schuldenstand pro Einwohner erhöht sich damit von 100 auf 117 Euro.