Die Quartiersarbeit, hier Quartiersmanagerin Brigitte Lill, erhält einen Zuschuss. Foto: Archiv sc

Unterstützen, Begegnungen ermöglichen und Austausch fördern: Das sind wichtige Merkmale, die eine gute Quartiersarbeit ausmachen.

Um das Miteinander und die Gemeinschaft in Weil-Ost weiterzuentwickeln und zu stärken, hat die Stadtverwaltung einen Förderantrag gestellt, der nun positiv beschieden wurde – was wir kurz gemeldet hatten.

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir nun die Quartiersarbeit in und rund um das neue Wohngebiet Hohe Straße weiterentwickeln und mit Hilfe unserer Partner neue Schwerpunkte setzen können“, sagt Diana Stöcker über die frohe Kunde. Und: „Wir streben eine noch breitere Beteiligung verschiedenster Bevölkerungsschichten und -gruppen sowie die Öffnung des Quartiersmanagement auf ganz Weil-Ost an, um hier eine soziale und generationengerechte Infrastruktur mit Begegnungsmöglichkeit zu gewährleisten.“

83 000 Euro beträgt der Förderbetrag des Programms mit dem Titel „Quartiersimpulse. Beratung und Umsetzung von Quartiersprojekten vor Ort“, welches vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg aufgelegt wurde. Hierbei werden gezielt Quartiersprojekte in Kommunen für eine Laufzeit von zwei Jahren gefördert.

Die Besonderheit in Weil-Ost ist, dass zu der bisher eher heterogenen Wohnbebauung mit einem hohen Anteil älterer Bewohner viele Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebenssituationen in das Quartier kamen. Bereits im Herbst 2021 startete der Quartierstreff; ein Kooperationsprojekt von Caritasverband und Wohnbau Weil am Rhein, die die Finanzierung, konzeptionelle Entwicklung und Umsetzung bisher mit Unterstützung der Deutschen Fernsehlotterie sicherstellten.

Der Quartierstreff erfreut sich großer Beliebtheit und wird von unterschiedlichen Gruppen und als Treffpunkt stark an- und wahrgenommen. Während der Stadtteil immer weiter wächst, endet die Finanzierung des bisherigen Quartiersmanagements im Mai diesen Jahres. Die Stadt jedoch ist sich der Wichtigkeit dieser Arbeit direkt vor Ort sehr bewusst und möchte diese konsequent weiterentwickeln, ausbauen und weitere Akzente setzen.

Und das weiterhin in Partnerschaft mit der Wohnbau und dem Caritasverband des Landkreises Lörrach, der die Quartiersmanagerin stellt und vor Ort im Quartier präsent ist. Er wird auch die inhaltliche und konzeptionelle Weiterentwicklung maßgeblich mitgestalten.

Nach der Förderzusage gelte es nun, Strukturen und Prozesse so zu entwickeln, dass bürgerschaftliches Engagement im Quartierstreff weitgehend selbstverantwortet und mit breiter Beteiligung stattfinden kann. Die im Projekt gemachten Erfahrungen fließen in die weitere Entwicklung von Quartiersarbeit auch in anderen Stadtteilen ein. Geplante Maßnahmen sind laut Mitteilung der Stadt eine Bewertung bisheriger Angebote und der Nutzung des Quartierstreffs gemeinsam mit den bürgerschaftlich Engagierten sowie ergänzende Bewohnerbefragungen in Quartiersteilen, die bisher noch nicht erreicht wurden. Zudem der bedarfsgerechte Ausbau der niederschwelligen offenen Angebote mit Blick auf intergenerationelle Begegnung, Weiterentwicklung des Netzwerks Demenz im Quartier, Ausbau nachbarschaftlicher Netzwerke zur Einsamkeitsprävention und die Unterstützung, insbesondere für Senioren.

„Wir möchten zusammen mit unseren Partnern ein lebendiges, attraktives und aktives Quartier entwickeln, mit dem sich die Einwohnerinnen und Einwohner identifizieren können“, meint die Oberbürgermeisterin. Mitwirken und mitgestalten könnten und sollten alle. „Dadurch soll eine Identifikation mit dem und ein Engagement im Quartier erreicht werden“, ergänzt Stöcker.