Ein verheerender Tsunami kostete am 29. Dezember 2004 in Südasien 230.000 Menschen das Leben. Foto: dpa (Archivbild)

Vor sieben Jahren starben 230.000 Menschen bei einem Tsunami - nun ist ein Mädchen aufgetaucht.

Jakarta - Sieben Jahre nach dem verheerenden Tsunami im Indischen Ozean ist in Indonesien ein totgeglaubtes Mädchen wieder aufgetaucht. Das Mädchen sei von einer allein stehenden Mutter aufgezogen worden, die es zum Betteln gezwungen habe, berichtete ihr Großvater Ibrahim am Freitag telefonisch aus Meulaboh, dem Heimatort der Familie.

Ihr Heimatort wurde von Tsunamiwellen überrollt

Der Ort in der Provinz Aceh auf Sumatra war am 2. Weihnachtstag 2004 von meterhohen Tsunamiwellen überrollt worden. Hunderte Menschen kamen ums Leben. Die heute 14 Jahre alte Meri Yulanda, auch Wati genannt, war nach Angaben ihres Großvaters vor ein paar Tagen in Meulaboh aufgetaucht. Sie sagte Anwohnern, sie suche ihre Familie. Sie erinnerte sich nur an den Namen des Großvaters: Ibrahim.

Mutter erkannte Mädchen an einem Muttermal auf der Stirn

Ein Bekannter berichtete Ibrahim davon, der wie viele Indonesier nur einen Namen hat. Ibrahim dachte nach eigenen Angaben sofort an seine Enkelin. Er holte sofort die Mutter Yusnidar, die das Mädchen unter anderem an einem Muttermal auf der Stirn erkannte. Die Eltern hatten versucht, ihre drei Kinder zu retten, als die Wassermassen kamen, doch wurde die damals siebenjährige Yulanda von ihnen getrennt. Die Eltern konnten sie auch in den folgenden Tagen nicht finden und dachten, sie wäre tot.

Das Mädchen wurde zum Betteln gezwungen

Das Mädchen hat nach Angaben des Großvaters ein schweres Los getroffen. „Meine Enkelin wurde gezwungen, zu betteln. Sie wurde geschlagen, wenn sie nicht genügend Geld nach Hause brachte“, sagte er. Der Tsunami wurde von einem schweren Erdbeben vor Sumatra ausgelöst. Rund um den Indischen Ozean kamen 230.000 Menschen ums Leben, allein auf Sumatra 170.000.

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