Für viele ein Ärgernis – Strafzettel (Symbolfoto). Foto: Arne Dedert/dpa

Unsere Leserin Hildegard Bürgelin hat im Vorfeld und während der Weihnachtsstraße in Kandern Strafzettel erhalten. Sie findet: mehr auf rechtzeitige Information als Sanktion setzen.

Im Zusammenhang mit der Weihnachtstraße in Kandern kam es zu Vorkommnissen, die für Unverständnis und Ärger gesorgt haben.

 

Am 13. Dezember um 18.40 Uhr wurde ich während der Weihnachtstraße in einer Spielstraße geblitzt und eine Geschwindigkeitsüberschreitung festgestellt. Nach Toleranzabzug wurden 19 Stundenkilometer gemessen, erlaubt sind zehn. Diese Ordnungswidrigkeit wird vom Landratsamt Lörrach verfolgt. Der eigentliche Strafzettel wurde mir jedoch nie zugestellt; erst am 17. Januar erhielt ich ein Erinnerungsschreiben für eine versäumte Zahlung des Verwarnungsgelds von 30 Euro.

Schilder später aufgestellt

Bereits am 12. Dezember war es zu einem weiteren Ärgernis gekommen, diesmal im Zuständigkeitsbereich der Stadt Kandern. Die Abschlusswanderung der Hochtouristen-Senioren endete mit einer Einkehr in der Pizzeria „San Lorenzo“. Rund 30 Personen nahmen teil, einige reisten mit dem Auto an. Die Parkmöglichkeiten rund um den Blumenplatz sind sehr begrenzt.

Fünf Fahrzeughalter erhielten ein Bußgeld von jeweils 25 Euro wegen angeblichen Parkens im absoluten Halteverbot – begründet mit der Weihnachtsveranstaltung am Folgetag. Mehrere Betroffene hatten keine entsprechenden Verbotsschilder wahrgenommen. Auf Nachfrage bei der Stadt wurde eingeräumt, dass die Halteverbotsschilder erst nach der Mittagszeit aufgestellt worden waren, während die Fahrzeuge bereits von etwa 12.30 bis 14.45 Uhr dort standen.

Bessere Kommunikation im Vorfeld gewünscht

Dass da im direkten Zusammenhang mit einer einzigen Veranstaltung zwei unterschiedliche Behörden tätig wurden – einmal das Landratsamt Lörrach, einmal die Stadtverwaltung Kandern – verstärkt den Eindruck von Unübersichtlichkeit und mangelnder Abstimmung. Insgesamt bleibt das Gefühl zurück, dass eher auf Sanktionen als auf rechtzeitige Information, Augenmaß und Bürgernähe gesetzt wurde.

Gerade bei Veranstaltungen, die Besucher aus nah und fern anziehen und das Miteinander fördern sollen, wünsche ich mir ein faires, transparentes Vorgehen und eine bessere Kommunikation im Vorfeld.

Hildegard Bürgelin, Kandern-Riedlingen