Im stimmungsvollen Ambiente wollte Wildberg seine Klosterweihnacht feiern. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Premiere nun abgesagt. Foto: Stadt Wildberg

Mit "schwerem Herzen" gab der Bürger- und Gewerbering "Für Wildberg e.V." am Wochenende bekannt: "Die geplante Klosterweihnacht kann nicht stattfinden."

Wildberg - Nachdem bereits die meisten Kommunen im Kreis ihre Märkte abgesagt hatten, empfahl auch der Gemeinderat Wildberg mit großer Mehrheit, den Wildberger Weihnachtsmarkt wegen der sehr hohen Infektionszahlen und der drohenden Überlastung der Menschen im medizinischen und pflegerischen Bereich abzusagen. Der Verein teilt diese Einschätzung.

Zittern in den letzten Wochen

Schon in den letzten Wochen zitterten die Veranstalter: Alles war geplant, alle Akteure gebucht, die ersten Hütten aufgebaut und die Werbetrommel kräftig gerührt. Gleichzeitig hatte man mit Bauchschmerzen immer die aktuellen, derzeit rasant steigenden Corona-Zahlen im Blick. Auch die Regierung hat reagiert und zieht mit deutlich schärferen Einschränkungen die Notbremse. Der Verein "Für Wildberg" und die Stadt Wildberg "kamen ihrer Sorgfaltspflicht nach und prüften, ob und unter welchen Bedingungen eine Durchführung der Klosterweihnacht sinnvoll und möglich wäre". Gemeinsam kam man zu dem Schluss, dass aufgrund der Pandemie-Lage eine Veranstaltung mit so vielen Besuchern in ihren Augen nicht vertretbar ist.

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Die Vorfreude war groß

"Wir bedauern sehr, dass dieser Schritt notwendig war", sagt Vorsitzender Torsten Seibold. "Wir hatten uns schon sehr auf unsere erste Klosterweihnacht in der neuen Location gefreut, ebenso wie die Aussteller. Aber die Gesundheit und der Schutz unserer Mitglieder, der Aussteller und der Besucher stehen an erster Stelle." Der Verein hätte bei den zuvor noch gültigen Hygienevorgaben mitgezogen und war bereits auf die Einführung einer 2G-Regel vorbereitet. Dank der Klostermauern hätte sich das problemlos umsetzen lassen. Doch die Lage im Gesundheitssystem habe sich ebenso weiter verschärft wie die Hygienevorgaben.

Keine leichte Entscheidung

"Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, doch wir müssen die Krankenhäuser, die Pflegeheime und insgesamt unsere Mitmenschen schützen", sagt Wildbergs Bürgermeister Ulrich Bünger. Deshalb habe man nun zeitnah eine Entscheidung treffen müssen, noch vor einem eventuell verhängten Veranstaltungsverbot von Seiten der Politik, damit Veranstalter, Aussteller und Besucher Klarheit hätten. Dass die meisten Weihnachtsmärkte in der Umgebung bereits abgesagt sind, bereitete zusätzlich Bauchschmerzen. Dies hätte vermutlich zu einem gar nicht zu bedienenden Andrang bei der Klosterweihnacht geführt. "Das Gebot der Stunde heißt: Kontakte reduzieren und sich impfen lassen!" So der dringende Appell des Bürgermeisters.

Hoffen auf das nächste Jahr

Die Veranstalter nehmen die nun gesammelten Erfahrungen aus Organisation und Planung einfach mit ins nächste Jahr – in der Hoffnung, dass dann die Klosterweihnacht 2022 ihr Debüt feiern kann.