Trotz Schmuddelwetters: Der Weihnachtsmarkt in Nagold war laut OB Jürgen Großmann ein „sensationeller Erfolg“. Der absolute Renner: das Riesenrad. Hier sind die Bilder.
Drei Tage lang stand die Nagolder Innenstadt unter dem bewährten Motto „Man trifft sich“ ganz im Zeichen des 34. Weihnachtsmarktes. Absolute Attraktion bildete erstmals ein 17 Meter hohes Riesenrad auf dem Vorstadtplatz – liebevoll auch „Kleiner Engel“ genannt – das drei Tage lang seine Kreise zog. Selbst bei Regen bildete sich immer wieder eine lange Schlange.
„Es läuft super, das Riesenrad ist bei Jung und Alt beliebt“, freute sich Tourismus-Mitarbeiterin Melanie Hahn, die am Samstag den Kartenverkauf unterstützte, über die große Resonanz. Vom „tollen Ambiente der Nagolder Skyline“ sprach Jörg Rauschenberger nach der Fahrt mit seinen Enkeln. Und fügte hinzu: „Die fahren relativ lange und das ist schon eine echte Attraktion“.
Im Dauerbetrieb drehte ebenfalls das Kinderkarussell seine Runden auf dem Vorstadtplatz. Daneben sorgten die 90 Weihnachtsmarktstände zusammen mit der weihnachtlichen Illumination und vielen unterschiedlichen Düften für die passende Atmosphäre in Markt-, Turm- und Hirschstraße.
Erneut hatten die Organisatoren mit Blick für eine ausgewogene Mischung aus Handwerkskunst mit weihnachtlichen Dekorationen oder Geschenkideen sowie den vielfältigen kulinarischen Angeboten gesorgt.
Sehen lassen konnte sich das Rahmenprogramm, denn überall gab es musikalische Vorführungen und weihnachtliche Klänge. Und einen echten Hingucker bildete der stimmungsvoll illuminierte Adventskalender am Rathaus.
Nur das Wetter war mal wieder nicht ganz so weihnachtlich, wie man es sich eigentlich wünschen würde. Denn wie so oft in den Vorjahren fehlten am zweiten Adventswochenende erneut die Kälte und die Schneeflocken. Doch zahlreiche Besucher ließen sich auch vom trüben Schmuddelwetter und gelegentlichen Regenschauern nicht abschrecken.
„Wir hatten so viele Besucher in der Stadt wie seit Jahren nicht mehr“
Und so war es kein Wunder, dass Oberbürgermeister Jürgen Großmann von einem „insgesamt sensationellen Erfolg“ sprach. „Wir hatten so viele Besucher in der Stadt wie seit Jahren nicht mehr“, unterstrich der OB und bezeichnete das Riesenrad als „I-Tüpfelchen und enormen Frequenzbringer“. So sei es Anliegen im Rathaus, dem Weihnachtsmarkt immer wieder neue Impulse zu geben. In seinen Augen hat sich da jetzt bereits ein tolles Zusammenspiel mit der Eisbahn eingestellt – und „wir wollen diesen Kurs weiterführen und den Weihnachtsmarkt räumlich erweitern“. Zwar gebe es entsprechende Überlegungen, doch die bräuchten noch Zeit, bis man damit an die Öffentlichkeit gehe.
Bei dieser Gelegenheit lobte der OB auch das große ehrenamtliche Engagement der Vereine an den Ständen – ohne das ein Weihnachtmarkt in dieser Form nicht möglich wäre. Doch damit nicht genug: Ein Nagolder Unternehmer hatte Jürgen Großmann gegenüber angedeutet, dass er einen eventuellen Abmangel beim Riesenrad ausgleichen würde. „Das ist eine tolle Geste und ein gutes Beispiel für den Nagolder Bürgersinn“, betonte der OB.
Ein Thema beim Weihnachtsmarkt sind jedes Jahr die Öffnungszeiten, und in der Vergangenheit wurde immer wieder kritisiert, dass der Nagolder Weihnachtsmarkt freitags und samstags offiziell um 21 Uhr schließt. Jetzt hatte die Stadt reagiert und der Markt war am Samstag eine Stunde länger geöffnet. „Das war die richtige Entscheidung“, meinte Daniel Steinrode am Stand der Weingruppe der Nagolder Naturfreuden – und fügte augenzwinkernd hinzu: „aber gerne auch freitags eine Stunde länger“.