Klein aber fein – der Weihnachtsmarkt hat auch in diesem Jahr an zwei Tagen großen Andrang erfahren. Es ist der Weihnachtsmarkt von Trossingern für Trossinger.
Bereits am Donnerstagabend, mehr als eine halbe Stunde vor der offiziellen Eröffnung, schlenderten viele Besucher durch die „kleine Budenstadt“ direkt vor der stimmungsvoll beleuchteten Kulisse des Trossinger Rathauses. Einige Buden und Stände zogen sich auch bis zu den Absperrungen in der Hans-Lenz- und der Cluser-Straße.
Ohne die große Beteiligung vieler Trossinger Vereine wäre dieser Weihnachtsmarkt überhaupt nicht möglich, betonte Jürgen Vosseler als Stellvertreter von Bürgermeisterin Susanne Irion. Er bedankte sich für deren so großes Engagement und wünschte den Besuchern, die sich inzwischen schon durch die Budengassen drängten, „viele schöne Begegnungen in der Adventszeit“.
Musikalisch eröffnet wurde der Weihnachtsmarkt von Stefanie Jansen mit ihrem Saxophon-Ensemble, bestehend aus Spielern aller Generationen.
Der Trossinger Weihnachtsmarkt war am 13. und 14. Dezember nach dem Schwedenfeuer am 28. November und der Nikolausaktion am 5. Dezember bereits die dritte große vorweihnachtliche Veranstaltung in Trossingen.
Nikolaus zieht Kinder in den Bann
„Das muss man doch einfach gesehen haben“, freute sich eine über 90-jährige Besucherin, während es die kleineren Kinder zuallererst zum Nikolaus zog, der wie seit vier Jahren wieder mit seinem Trike auf den Rathausvorplatz gekommen war und alle Blicke auf sich zog.
„Ich bin schnell lernfähig“ meinte „Opa Klaus“, alias Klaus Alsdorf, mit Blick auf den weißen Elch, dem er den Namen „Elmi“ gegeben hat, und der hinten auf seinem Trike sitzt, wo vor einer Woche noch ein Skelett im Nikolauskostüm seinen Platz hatte und bei der Nikolausaktion für den Unmut einiger Eltern sorgte.
„Was soll’s“, meinte der bärtige Geselle, der zum Weihnachtsmarkt auch Unterstützung von seinem Knecht Ruprecht hatte, „den Kindern gefiel das Skelett, und Elmi kommt genauso gut an“.
Vereine und Schulklassen beteiligt
Vereine, Institutionen, Schulklassen und weitere Beteiligte haben sich in ihren weihnachtlich geschmückten Buden und Ständen wieder eine Menge Altbewährtes und auch Neues einfallen lassen und verköstigten die Marktbesucher mit vielfältigen kulinarischen Leckereien.
Da durfte das „Kolpingswürstle“ genauso wenig fehlen wie die „Hohnerklang-Feuerzangenbowle“, aber auch die internationalen Spezialitäten wie Baumkuchen, Langosch und Schaschlik finden immer mehr Liebhaber. Diese Angebote aus den Heimatländern von vielen Trossinger Mitbürgern sind seit Jahren auf den Trossinger Märkten nicht mehr wegzudenken. So gab es beim Centro Italiano neben der legendären Pizza auch wieder heiße Maroni, die eigens aus Italien angeliefert wurden.
Buntes kulinarisches Angebot
Beim kulinarischen Angebot der Vereine hatte man doch wirklich die Qual der Wahl. Sollte es eine Kartoffelsuppe bei der TG Trossingen, ein Schützenpunsch mit Thüringer Rostbratwurst beim Schützenverein, Wildbretbratwurst und Jagertee beim Hegering oder vielleicht ein Cluser Winterzauber des Schneelaufvereins sein?
Viele deckten sich auch mit kleinen Geschenken ein, sei es mit weihnachtlich geschmückten Tüten mit selbstgebackenen Keksen einer Gymnasiumklasse, mit Adventsmitbringseln des Theresienchors in Form von selbstgemachten Pralinen und Likör oder auch mit einem guten Glas Honig.
Der Imkerverein Trossingen präsentierte sich zum ersten Mal auf dem Trossinger Weihnachtsmarkt und der Vorsitzende Jürgen Vosseler erzählte von einem sehr guten Honigjahr 2025. „Wir verkaufen hier Honig und Honigmet von Vereinskollegen.“
Für Kinder gab es Sets zum Basteln von Honigwabenkerzen. Und auch im Foyer des Rathauses konnten an den Ständen der Stadtverwaltung und des Deutschen Harmonikamuseums Geschenke für Weihnachten erworben werden.