Unter einigermaßen freundlichen Wetterbedingungen fand der Weihnachtsmarkt statt, zum ersten Mal auf dem sanierten Marktplatz. Das kam bei den allermeisten gut an.
Ab Mittag strömten die Besucher zum Markt, wo die Stände mit einer reichen Auswahl an Handwerkskunst, Handarbeiten, diversen Produkten aus eigener Herstellung und kulinarischen Köstlichkeiten aufwarteten.
Größtenteils waren Anbieter aus der Stadt oder der nahen Region dabei, darunter auch einige Vereine. Bester Laune zeigten sich die Ü30-Fittnessmänner des Turnvereins, die mit Gulaschsuppe oder Winzerglühwein sowie einem recht gut getarnten „Christbaum zum Loben“ aufwarteten.
Mit Weihnachtsschinken oder Grillwurst aus der eigenen Herstellung hatte auch die Metzgerei Rieckmann etwas für den Gaumen parat. An einen Christbaum erinnerte die Weihnachtswaffel am Stiel von der Bäckerei Hallerbeck. Sehr beliebt waren die traditionellen Hexenburger der Nesthexen.
„Notrufbananen“ und „heiße Schneeflocken“
Die Narrenzunft hatte sich mit „heißen Schneeflocken“ beziehungsweise Kirschlikör auf den nicht vorhandenen Schnee vorbereitet, die Jugendwehr lockte mit „Notrufbananen“, die DLRG-Jugend mit Jagertee oder Kinderpunsch, und Schülerinnen des Gymnasiums erarbeiteten sich mit dem Verkauf von Schupfnudeln Geld für eine Schottlandreise.
Wie reichhaltig der Ertrag auf den Schwarzwälder Höfen sein kann, zeigten zum Beispiel das Stockwälder Hoflädele mit Honig, Blutwurst oder Kastanienseife oder Erika Obergfell mit Holzofenbrot, Räucherwaren oder Fruchtaufstrichen aus Himbeeren, Johannisbeeren oder Zwetschgen.
Alkoholisches gab es zum Beispiel als Schwarzwälder Kirschfeuer oder Beerenfrüchte-Likör beim Weinlädele von Stephan Baumgärtner, Honig-Met beim Imkerverein.
Schön gearbeitete Holzprodukte gab es an mehreren Ständen, zum Beispiel bei Lioba Link, die gerne Recyclingmaterial verwendet und die Herstellung als Ausgleich für ihren Beruf als Krankenschwester betreibt.
Gut zum Wetter passten wärmende, gestrickte Wollsachen von Ruth Dold, die sie zusammen mit Kerstin Dold und Silke Brink an einem Stand verkaufte, wobei der Reinerlös an die Reha-Klinik Katharinenhöhe geht.
Weihnachtliches aus dem 3D-Drucker, aber auch Holzarbeiten oder mit getrockneten Pflanzen verzierte Teelichthalter gab es bei Carola und Pitt Erchinger.
Erstmals auf dem Markt vertreten war „Oma Babs“ alias Barbara Bahsitta, die Genähtes, Gestricktes und Gehäkeltes für Kleinkinder und Babys anbot. Ein treuer Gast ist dagegen Gaby Elsässer unter anderem mit Kissenbezügen in verschiedenen Designs. Letztmals einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt hatten Kirsten Heinzmann und Britta Richter, die mit Gestricktem für Babys beziehungsweise Trauer- und Weihnachtskarten viele Gäste anzogen.
Mächtig ins Zeug gelegt
Mächtig ins Zeug gelegt hatten sich Erzieherinnen und Mamis vom Kindergarten Seebauernhöhe mit Plätzchen und Dekoartikeln aus dem Gussmaterial Raysin.
Für Kinder unverzichtbar waren Knecht Ruprecht und Nikolaus. Große wie kleine Besucher waren nach Einbruch der Dunkelheit fasziniert von der Feuershow von Heiko Dormann, Matthias Dormann und Lea Kleiser.