Mit wärmenden Getränken und stimmungsvoller Beleuchtung trotzten die Standbetreiber beim 37. Weilermer Weihnachtsmarkt dem nasskalten Wetter. Pünktlich zum Eintreffen des Nikolauses legte der Regen zum Glück eine Pause ein.
So richtig weihnachtlich war das Wetter am „Weilermer Weihnachtsmarkt“ in diesem Jahr nicht. Während des früheren Nachmittags war es in erster Linie der Regen, der so manchen Besucher, der ansonsten vielleicht früher gekommen wäre, erst einmal ausbremste.
Als sich gegen 16 Uhr aber der Nikolaus – traditionell auf der Kutsche – ankündigte, wurde nicht nur der Besucherandrang, sondern auch das Wetter besser. Zumindest stoppte der Regen. Auf Schnee mussten die Besucher aber verzichten.
Viele Eltern waren mit ihren Kindern gekommen, um eines der Päckchen zu erhaschen, die der Nikolaus dabei hatte. Wer ein Gedicht vortragen konnte, wurde von ihm zuerst bedacht. Traditionell wurde gemeinsam das Lied „Lasst uns froh und munter sein“ gesungen. Zur Einstimmung auf die Ankunft des Nikolauses hatten die Nachwuchsbläser der Jugendmusikschule zuvor schöne Weihnachtslieder auf der extra aufgebauten Zeltbühne gespielt. Viele Besucher verfolgten das musikalische Spektakel und sangen oder summten mit.
Feuerzangenbowle wärmt
An den mehr als 20 Ständen auf und rund um den Marktplatz gab es unterdessen nicht nur jede Menge Speisen und Getränke, sondern auch Kunsthandwerk und Selbstgebasteltes – nicht nur für die Advents- und Weihnachtszeit.
An der heißen Glühwein- oder Punschtasse konnte man sich die kalten Finger wärmen, wenn man fror. Wer es noch ein bisschen wärmender und kräftiger bevorzugte, der schaute am Stand des Handels-und Gewerbevereins vorbei, der den Markt auch in diesem Jahr wieder veranstaltete. Dort wurde die traditionelle Feuerzangenbowle kredenzt.
Süßes und Deftiges
HGV-Vorsitzender Josef Schiebel und seine Mitstreiter bereiteten das süffige Gebräu aus Württemberger Rotwein, Pott, Glühfix, Orangensaft und Zucker im Kessel auf offener Flamme vor den Augen der Besucher zu. 150 Liter – rund 600 Tassen – werden an einem durchschnittlichen Markttag verkauft. Der Gewinn aus dem Verkauf kommt der bedürftigen Bevölkerung auf den Philippinen zugute. Von dort stammt Schiebels Ehefrau.
An den weiteren Ständen wanderten die Erlöse für den Verkauf der Getränke, Snacks und Basteleien in die Klassenkassen oder auch auf das jeweilige Vereinskonto. Belgische Waffeln etwa gab es bei der Klasse 3c der Grundschule, süße Crêpes bei der Freikirche Arche. Auf die deftige Rote Wurst, Döner und Maultaschen mussten die Besucher aber ebenfalls nicht verzichten.
Freunde basteln Kerzen
Die drei Freunde Severin, Moritz und Jakob hatten im Vorfeld des Markts Kerzen gebastelt, die sie auf ihrem historischen Holzleiterwagen ausstellten und verkauften.
Einen richtig großen Aufwand hatte auch wieder der Förderkreis Pro Teen betrieben. Im großen und wettergeschützten Pavillon gab es aufgrund zahlreicher Spender und Unterstützer des Förderkreises die gesamte Bandbreite vom selbst gebackenen Brot und Weihnachtsgebäck über Kerzen und Holzschmuck bis zur Sitzbank alles zu kaufen, was das Herz begehrt. Mit dem Erlös finanziert der Förderkreis mit Beate Landenberger an der Spitze die Vollzeitstelle des Jugendreferenten Alfred Heß.
Am Abend wurde mit einer Zeltandacht der evangelischen Kirche auf das bevorstehende Weihnachtsfest eingestimmt. Für weihnachtliche Klänge sorgten der Musikverein und der Posaunenchor. Musikalisch beendet wurde der Markt am Abend mit dem traditionellen Weihnachts-Jazz von „Black and White“.