Die illuminierte Villa Eugenia. (Archiv) Foto: Maute

Die Planungen für den fürstlichen Weihnachtsmarkt sind in vollem Gange. Doch wie konkret sind sie?

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Hechingen - 2020 machte die Corona-Pandemie Unger noch einen Strich durch die Rechnung. Der Weihnachtsmarkt, der 2019 an der Villa Eugenia stattgefunden hatte, musste abgesagt werden. Ein Hygienekonzept soll es diesmal richten: "Ich habe ein coronakonformes Konzept mit einer Sicherheitsfirma ausgearbeitet", berichtet Unger. Dafür müsste die Veranstaltung allerdings umziehen: auf den Marktplatz. "Der frühere Standort hatte eine riesige Nachfrage, ein tolles Ambiente", erinnert er sich. Diese Adventsstimmung will er nun auf den Marktplatz zaubern: am dritten Adventswochenende, ebenfalls mit Beleuchtung, "eventuell wird es etwas für Kinder geben".

Seine Pläne wird Unger mit der Stadt abstimmen; schon 2019 hatten der Eventmanager und die Stadtverwaltung dafür zusammengearbeitet. "Es wird vor allem darauf ausgelegt sein, dass der Weihnachtsmarkt überhaupt stattfinden kann", betont Unger. Soll heißen: Das Gebiet am Marktplatz müsste umzäunt werden, ein kontrollierter Einlass ist geplant. "Die Gäste werden gezählt." Gerechnet werden müsste auch am Auslass: "Die Mitarbeiter wären über Funk in Verbindung und könnten dadurch die Zahl der Gäste steuern." Unger erwartet, dass mindestens 500 Besucher gleichzeitig über das Gelände flanieren können.

Durch das Hygienekonzept steigen die Kosten. Eintritt will er dennoch nicht verlangen. Aber: "Für die Beschicker wird es keine Holzhütten geben; der Preis pro Stand wäre inklusive der Transportkosten zu hoch." Sie könnten stattdessen eigene Pavillons mitbringen – und hätten dadurch geringere Fixkosten, so seine Überlegung. Mit insgesamt etwa 2000 Besuchern rechnet Unger, außerdem mit 30 bis 40 Beschickern.

"Herausforderung, die ich gerne langfristig machen möchte"

"Wie beim letzten Mal werden hoffentlich viele Vereine dabei sein", betont der Eventmanager. "Wir wollen sie unterstützen, denn auch sie hatten durch die Pandemie zahlreiche Einbußen. Außerdem soll es wieder viele regionale Produkte geben." Unger hofft, dass sich die Absage von 2020 nicht wiederholt. "Damals lief bei der Organisation schon viel Arbeit, da gingen einige Stunden drauf."

Beim fürstlichen Weihnachtsmarkt in diesem Winter soll es indes nicht bleiben: "Hechingen liegt mir am Herzen", sagt Unger über seine Pläne für die kommenden Jahre. "Der Weihnachtsmarkt ist eine Herausforderung, die ich gerne langfristig machen möchte." Nun geht es aber erst einmal um die nächsten Monate: "Ich arbeite mit der Stadtverwaltung zusammen, wir schauen, was aus dem Konzept wird", erklärt er. Änderungen an der Corona-Verordnung, neue Regeln bei fallenden oder steigenden Inzidenzen sind schließlich ständig möglich. Unger hofft: "Die sichere Schiene ist nach jetzigem Stand die Variante auf dem Marktplatz. Darauf konzentrieren wir uns."