Das Riesenrad öffnet zeitgleich mit dem Auftakt des Nagolder Weihnachtsmarktes. Viele Besucher stehen zum Start Schlange, und auch unsere Autorin testet eine Fahrt.
Seit Mittwoch wird es aufgebaut, und nun dreht es endlich seine Runden: das Riesenrad auf dem Nagolder Weihnachtsplatz. Pünktlich zur Eröffnung am Freitag, 5. Dezember, können die ersten Fahrgäste ab 13 Uhr einsteigen. Auch ich bin neugierig auf die neue Attraktion und wage eine Fahrt.
Mit 17 Metern Höhe ist das Riesenrad im Vergleich eher klein. Ich hoffe also, dass Höhenangst in den kommenden Minuten keine Herausforderung sein wird.
Das Riesenrad steht auf dem Vorstadtplatz
Auf dem Weg die Bahnhofstraße entlang in Richtung Vorstadtplatz erkennt man die Attraktion schon aus einiger Entfernung. Ein Geruch von roter Wurst liegt in der Luft, obwohl der Weihnachtsmarkt noch einige Meter entfernt liegt.
Im Hintergrund erklingen schon leise Weihnachtslieder. Ein kleines Mädchen rennt aufgeregt auf das Riesenrad zu. „Da ist ja das Riesenrad, das ist schon ziemlich cool“, sagt sie beeindruckt. In weißen und beigen Farben und mit blinkenden Lichtern thront das Gefährt auf dem Vorstadtplatz vor der Alten Post.
„Kleiner Engel“ wird es liebevoll genannt. Bei näherem Hinsehen wird schnell klar, warum: Überall auf der Attraktion sind kleine, graue Engel abgebildet, die verträumt umherblicken.
„Der erste Ansturm ist schon vorbei“, berichtet die Frau im Kassenhäuschen. Darunter seien nicht nur Kinder mit ihren Eltern und Jugendliche, sondern auch Senioren gewesen. Beim Einstieg in das nostalgische Riesenrad wackelt die Gondel. Obwohl ich eigentlich keine Höhenangst habe, bekomme ich dadurch ein flaues Gefühl im Magen. Ich halte mich am Geländer fest und lasse mich in die quietschrote Sitzbank fallen. Optisch sehen die Polster aus wie kleine, weiche Sofakissen, doch ihre glatte, harte Oberfläche beweist das Gegenteil. Etwa vier Personen finden schätzungsweise dort Platz.
Im Riesenrad hört man leise Weihnachtsmusik
Die kleinen Gondeln sind überdacht: Nur ab und zu spüre ich ein paar Tropfen im Gesicht, die durch einen kleinen Spalt an den Plastikfenstern in die Gondel geweht werden. Am Anfang stockt die Fahrt, weil nach und nach alle Fahrgäste ihre Plätze einnehmen. Von ganz oben hört man die Musik leise trällern, und bei einem Blick nach unten sieht man viele neugierige Blicke der Weihnachtsmarktbesucher.
Eine lange Menschenschlange zieht sich durch die Straßen in Richtung Marktstraße. Die Lichter an den Ständen lassen – obwohl es noch hell ist – für die kommenden Stunden eine vielversprechende Aussicht erahnen. Ein schöner Anblick, obwohl die Sicht nur einige Häuser weit in jede Straße reicht. Fast zehn Minuten später ist die Fahrt vorbei.
Eine Fahrt mit dem Riesenrad kostet für Erwachsene vier Euro und ermäßigt drei Euro. Ermäßigt sind Jugendliche unter 18 Jahren, Schüler, Studierende, Schwerbehinderte mit Ausweis und deren Begleitperson. Schon im Vorfeld konnten Besucher Tickets an der Infotheke im Rathaus Nagold kaufen. Wie eine Frau an der Kasse neben dem Riesenrad berichtet, waren einige Besucher mit Vorverkaufstickets bereits direkt zur Eröffnung da.
Der Weihnachtsmarkt in Nagold findet vom 5. bis 7. Dezember statt. Geöffnet hat das von der Stadt Nagold betriebene Riesenrad an allen drei Tagen zu den Öffnungszeiten des Marktes: Freitag 13 bis 21 Uhr, Samstag 11 bis 22 Uhr und Sonntag 11 bis 18 Uhr.