Das Polizeipräsidium Reutlingen warnt Besucher vor Dieben und Betrügern auf Weihnachtsmärkten. Zudem gibt sie Tipps, wie man sich am besten schützt.
Zu Beginn der Adventszeit laden viele Weihnachtsmärkte zum Besuch ein – in Balingen erst am vergangenen Wochenende, in Albstadt am dritten Adventswochenende oder in Bisingen kommenden Sonntag.
Doch suchen laut Mitteilung der Polizei in dieser Zeit auch wieder Kriminelle die Gelegenheiten für Straftaten. „Diese nutzen mit Vorliebe das Gedränge zwischen den Ständen und Buden, um Diebstähle zu begehen“, informiert das Polizeipräsidium Reutlingen, das auch für den Zollernalbkreis zuständig ist.
Häufig treten Taschendiebe im Team auf
„Innerhalb von Sekunden verschwinden, oft völlig unbemerkt, der Geldbeutel, die Kreditkarte, die Autoschlüssel oder das Smartphone. Da der Verlust der Wertsachen meist erst später bemerkt wird, laufen Fahndungsmaßnahmen oft ins Leere und die Fälle bleiben ungeklärt“, heißt es.
Häufig treten Taschendiebe im Team auf. Während der eine ablenkt, „zieht“ der andere die Geldbörse oder Brieftasche, ein dritter Täter übernimmt die Beute. Oftmals angewandte Tricks zur Ablenkung der Opfer sind Fragen nach dem Weg oder die Bitte um Unterschriften auf Spendenlisten. „Manchmal lassen sich die Taschendiebe schon am oft typischen, suchenden Blick erkennen, sie meiden den direkten Blickkontakt und beobachten ihr Opfer genau. Dann rempeln sie den Betroffenen an oder verwickeln ihn mit fadenscheinigen Gründen in ein Gespräch, nur um mit ihm in Kontakt zu kommen“, informiert die Polizei.
Tipps für Besucher
Die Polizei ist auf den Weihnachtsmärkten wiederum verstärkt präsent. Dabei werden sowohl uniformierte als auch zivile Kräfte eingesetzt, um Überwachungsmaßnahmen durchzuführen und potenzielle Täter abzuschrecken. Ferner legt die Polizei einen besonderen Fokus auf das Verbot des Führens von Waffen und Messern, indem gezielte Kontrollen vorgenommen werden.
Zudem gibt die Polizei den Besuchern einige Tipps auf den Weg, damit der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt nicht im Desaster endet.
„Handtaschen sollten immer geschlossen sein und mit der Verschlussseite zum Körper getragen werden. Tragen Sie Geld, Scheckkarten, Ihr Smartphone und andere Wertsachen in verschlossenen Innentaschen der Kleidung. Nehmen Sie nur so viel Geld oder EC-Karten mit wie nötig.“
Die Polizei ist laut eigener Aussage bei der Fahndung nach Taschendieben auf Unterstützung angewiesen. Verdächtige Beobachtungen sollten unverzüglich gemeldet werden.
Wer selbst Opfer eines Diebstahls geworden ist, sollte sofort sämtliche Karten unter der Zentralen-Nummer 116 116 sperren lassen.