Männerchor und Frauenchor stimmen die Weihnachtsklassiker „Oh du Fröhliche“ und „Stille Nacht“ an und alle Besucher singen mit. Foto: Regine Ounas-Kräusel

Zahlreiche Menschen genossen in der evangelischen Stadtkirche das Weihnachtskonzert des Männergesangvereins Kandern sowie des Frauenchors Candela und dem Ensemble „4Fun“.

Der Männerchor und der Frauenchor Candela gestalteten mit dem Gastensemble „4Fun“ und dem 14-jährigen Trompeter Justus Müller ein abwechslungsreiches Programm. Weihnachtsstimmung in verschiedenen Facetten – von fröhlich bis besinnlich, von nachdenklich bis munter beschwingt erwarte die Zuhörer, sagte Gerlinde Schütz, die durch den Abend führte, zur Begrüßung. Der Männer- und der Frauenchor begrüßten ihr Publikum nach einem Orgelvorspiel von Gergana Schneider mit Mozarts „Ave verum“. Feierlich und gesammelt trugen sie dieses bekannte Musikwerk unter Leitung von Thomas Wiedemann vor.

 

Beide Chöre gestalteten den Hauptteil des Konzertes mit jeweils ganz unterschiedlichem Repertoire. Beschwingt und fröhlich ging es beim Frauenchor Candela zu. Zuerst behutsam, dann leicht und beschwingt stimmten die Sängerinnen die bekannten Arie „Lascio ch‘io Pianga“ aus Händels Oper Rinaldo an. Es folgten der Gospel „This little light of mine“, bei dem die Stimmen rhythmisch und in schönen Harmonien zusammenklangen, und zwei weitere Lieder. Das Lied „The little drummer boy“ erzählte eine berührende Geschichte: Ein kleiner Junge bittet das Jesuskind, dass er für es trommeln darf, weil er arm ist und kein Geschenk mitbringen kann. Das Jesuskind versteht und lächelt ihn an.

Der Männerchor, in dem auch viele ältere Sänger den Chorgesang pflegen, trug mit innerer Anteilnahme Weihnachtsklassiker wie „Maria durch den Dornwald ging“ und „Tochter Zion“ vor. Die strahlend-triumphierende Melodie dieses Liedes gaben die Sänger volltönend wieder. Aus voller Kehle sang der Chor das Lied „Oh Heiland reiß die Himmel auf“. Dieses Lied sei im Mittelalter in einer Zeit voll Krieg, Hunger und Krankheit entstanden und drücke eine große Sehnsucht nach Erlösung aus, erläuterte Gerlinde Schütz. Diese Sehnsucht machten die Sänger spürbar.

Die Zuhörer applaudierten stürmisch, nicht nur nach diesem Lied. Immer wieder erhielten die beiden Chöre freundlichen, langen Applaus. Ebenso das Gesangsquartett „4Fun“, das jedes Jahr an Weihnachten in der Kapelle in Kaltenbach eine Andacht musikalisch gestaltet. In der Stadtkirche Kandern sangen sie ein Kyrie zur Mondscheinsonate von Mozart. Harmonisch und schön stimmte Gergana Schneider das bekannte Klavierwerk am Flügel an. Feierlich, dicht erklangen dazu die schönen Männer und Frauenstimmen mit dem klaren Sopran. Außerdem sang „4Fun“ das heitere Lied „Wenn du daran glaubst“ über kindliche Weihnachtswünsche und den schönen Klassiker „We three kings of orient are“.

Stürmischen Applaus erhielt der Trompeter Justus Müller von der Musikschule Markgräflerland für seine beiden Vorträge. Der 14-Jährige begeisterte vor allem mit dem „Air de Trompette“ von Georg Philipp Telemann, das er mit behutsamem weichem Ansatz, aber auch strahlend schön spielte.

Zum Abschluss des Konzertes durften die Zuhörer, wie es seit Jahren üblich ist, selbst mit einstimmen: Die Lieder „Oh du fröhliche“ und „Stille Nacht“ erfüllten die fast voll besetzte Kirche mit weihnachtlichen Klängen. Mit beschwingten „Variationen von Oh du fröhliche“ auf der Orgel verabschiedete Gergana Schneider die Besucher.