Chioma Rabiej bewies erneut ihr Können. Foto: Hannes Kuhnert

Chioma Rabiej nahm bei ihrem ersten Weihnachtskonzert in der voll besetzten Friedenskirche das Publikum mit auf eine musikalische Reise zwischen Gospel, Pop und Jazz.

Einen großen und schönen Erfolg feierte Chioma Rabiej aus Freudenstadt mit ihrem ersten Weihnachtskonzert in der voll besetzten Friedenskirche. „In der Kirche gibt es leider nicht mehr Stühle“, freute sich die deutsch-nigerianische Sängerin über die starke Nachfrage für den Abend unter dem Motto „The Child of the King – Christmas and More“.

 

Mit vier Musikern und jungen Tänzerinnen gestaltete sie ein vorweihnachtliches Programm im ganz persönlichen Stil. Das war kein Absingen von guten alten frommen Liedern, stattdessen machte Rabiej – auch unter dem Künstlernamen Ladyra bekannt – etwas Besonderes, etwas Eigenes draus, meist voller Inbrunst und Leidenschaft.

Etwa ihr Gospel Medley „Freedom“, in dem sie einmal mehr ihre stimmliche und rhythmische Bandbreite genüsslich ausspielt. Oder der forsch vornweg marschierende „Little Drummer Boy“, der zum Hirten wird und auf Katzenpfoten zur Krippe läuft, um das Christkind anzubeten.

Musikalische und tänzerische Unterstützung

Dazwischen gab es immer wieder eigene Songs zu hören wie das unter die Haut gehende „I‘m blessed“. Im zweiten Teil wurde es wesentlich poppiger und jazziger – auch da ist die Sängerin zu Hause und versteht es temperamentvoll, Showelemente einzustreuen.

Das fällt an einem Abend wie diesem nicht schwer, an dem vier exzellente Instrumentalsolisten den Hintergrund übernehmen. Fein abgestimmt, konzentriert und professionell stricken sie die Begleitmusik, glänzen mit kurzen solistischen Einlagen: An der Gitarre Martin Schäfer, am Bass Florian Blau, Silas Rohrer am Schlagzeug und Ruwen Mutz am Klavier.

Ballettvorführungen beim Weihnachtskonzert Foto: Hannes Kuhnert

Eine großartige Idee war es, die jungen Tänzerinnen aus Julias Dance Center einzuladen. Sie hatten zwar wenig Platz für ihre hohe Kunst, machten aber mit ihren Auftritten im klassischen Ballettstil in fantasievollen, geradezu spannenden Choreographien das Beste draus und gaben dem Konzertabend damit eine ganz besondere, fröhliche Note.

Die Besucher belohnten es mit stehendem Applaus und wollten Tänzerinnen, Musiker und Sängerin gar nicht mehr gehen lassen. Sie werden vertröstet bis zu Rabiejs nächstem Weihnachtskonzert. Marek Rabiej, der durchs Programm moderierte, kündigte es für den 19. Dezember 2026 an.