Die Weihnachtsfeier des Akkordeon-Orchesters Grenzach-Wyhlen (AOGW) fand am Sonntag im Haus der Begegnung statt.
In gemütlicher Atmosphäre konnten die Besucher bei Kaffee und Kuchen dem Schülerorchester und danach dem Aktivorchester lauschen. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, im Publikum konnte man die ganze Bandbreite von jung bis alt entdecken. Den Anfang machte das Schülerorchester, auch dort waren von ganz jungen Nachwuchsmusikern bis zu den fortgeschrittenen Jugendlichen einige Altersklassen vertreten.
Passend zu Weihnachten trugen die Jungmusiker Nikolausmützen und rote Oberteile. Da musikalische Repertoire war breit gestreut, von der Ameisen-Parade von Jürgen Wunn über Christmas Time von Leo Bernd Stein bis hin zu Funny Live von Gottfried Hummel waren einige Klassiker dabei. Dazu gab es es einzelne Soli von den Nachwuchsmusikern, mal etwas kürzer, mal etwas länger, aber immer voller Inbrunst gespielt.
Beeindruckende Soli
Besonders faszinierend waren die Soli des Geschwisterpaars Anna und Tim Walter. Das technisch anspruchsvolle Stück Fracanapa von Astor Piazzolla spielte Anna Walter mit viel Können und Verve, ihr Bruder Tim brillierte in gleicher Weise beim Praeludium in D-Moll von Johann Sebastian Bach. Erst im Mai hatten die beiden Geschwister bei der DHV-Bezirkswertung die ersten Plätze belegt. Tim Walter hat sich dort den Titel „Bezirksmeister“ erspielt. Im Duo begeisterten die beiden Geschwister die Zuhörer mit einer rasanten Version mit Acano Mlada Nevesto, einem Traditional aus Mazedonien.
„So mueß es sy“
Dann ging es weiter mit einigen klassischen Weihnachtsliedern, gespielt vom ganzen Schüler-Orchester. Das Publikum honorierte die beeindruckende musikalische Darbietung der Nachwuchsmusiker mit großem Applaus. Nach der Umbaupause waren dann die erwachsenen Musiker an der Reihe. Das Aktivorchester startete mit „Blue Rondo ala Turk“ von von Marc Oliver Brehm ebenso virtuos wie versiert in den zweiten Teil der Veranstaltung. Als zweites Lied spielte das Orchester, unterstützt von Bass und Schlagwerk „Joy to the world“, arrangiert von Wolfgang Kahl, um dann eine Rockversion von „Jingle Bells“ von Wolfgang Russ zu spielen, die einige Zuhörer zum Mitsingen animierte.
Wie es es sich für eine Weihnachtfeier gehört, kam dann auch noch der Weihnachtsmann in den Saal geschneit und verteilte Geschenke in Form von Losen für die Tombola. Danach ging es weihnachtlich und besinnlich weiter im Programm mit einigen Klassikern unter den Weihnachtsliedern, bei denen immer mehr Besucher mitsangen. „So mueß es sy“, sagte dann auch eine ältere Besucherin am Nachbartisch, „gemeinsam fiere und singe isch am Schönschte.“