Wo gibt es das schon, dass der Weihnachtsmarkt bis weit ins neue Jahr nachklingt? Auf dem Ebinger Bürgerturmplatz hat das Weihnachtsdorf seine Zelte aufgeschlagen – mit ziemlich originellem Konzept.
So viele Besucher wie beim Weihnachtsmarkt waren lange nicht in der Ebinger Innenstadt. Wenn es nach der Stadtverwaltung und den Stadträten geht, darf das so weitergehen, und zwei Stadträte tun – fraktionsübergreifend – etwas dafür: Martin Braun von „Wir sind Albstadt“ und Markus Ringle von Bündnis ’90/Die Grünen arbeiten im Brotberuf als Geschäftsführer der Firma „Be Save Sicherheit & Service“ eng zusammen und haben die Chance genutzt, im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) ein neues Albstädter Alleinstellungsmerkmal aus der Taufe zu heben: das Weihnachtsdorf.
Ähnliches gab es zwar schon, aber längst nicht so lange: Bis zum 14. Januar werden die Stände und Hütten auf dem Bürgerturmplatz donnerstags und freitags von 17 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein, um die Besucher mit Glühwein, Punsch und anderen kalten und heißen Getränken, aber auch mit Deftigem und Süßem gegen den Hunger zu verwöhnen.
Privat feiern in der Hütte – das gehört zum Angebot
Über dem Gelände spannt sich ein Zelt aus Licht, das die Holzhütten optisch verbindet, und diese gehören zu den Besonderheiten des Weihnachtsdorfes, denn jeder darf sie für seine eigene Jahresendfeier – also auch nach Weihnachten – buchen. Tische und Bänke stehen schon drin.
Eine der Hütten wird am Freitag, 29. Dezember, dann sogar zur Bühne, und zwar für den Singer/Songwriter Tobias Conzelmann, der ab 19 Uhr ein rund zweistündiges Konzert im Weihnachtsdorf gibt. Bei freiem Eintritt sind dort Gäste jedes Alters willkommen.
Tags darauf geht die Party weiter, und zwar im Wortsinn mit der Après-Ski-Party am Samstag, 30. Dezember, ab 17 Uhr. Dann erklingen Après-Ski- und Party-Hits von den 1980er-Jahren bis zu den aktuellen Charts. Wer in Skifahrer-Kluft auftaucht und sich mit auf dem großen Après-Ski-Foto, das dann geschossen wird, präsentiert, bekommt ein Freigetränk.
Im Ski-Anzug auf den Bürgerturmplatz
Ob der Ski-Anzug auch gegen Kälte gebraucht wird? Das überlassen die Veranstalter nicht nur der Planung von Petrus und Frau Holle, die noch am Wetter-Konzept für die nächsten drei Wochen tüfteln: Sie haben vorsorglich Feuerstellen und kleine Öfen vorbereitet, an denen sich die Besucher wärmen können, um länger das besondere Flair des Weihnachtsdorfes genießen zu können.
Schon jetzt getan haben das die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die mit dem ZIZ-Programm am meisten beschäftigt sind: Axel Mayer, Leiter des Städtischen Planungsamtes, seine Kollegin Ronja Schumacher, Christine Seizinger, die für die Wirtschaftsförderung arbeitet, und Mona Lehmann, persönliche Referentin des Oberbürgermeisters.