Hier kann man nach Herzenslust stöbern, findet Inga Elsayed von Blass Erlebniswelt. Foto: Schneider

Auf welche Geschenke können sich Kinder in Sulz freuen? Inga Elsayed von Blass Erlebniswelt erklärt, dass es trotz Smartphone und Co. einen Trend zu Althergebrachtem gibt.

Wenn Weihnachten naht und die Kinder sich auf die Geschenke unterm Christbaum freuen – was können sie da alles erwarten? Wir haben bei Inga Elsayed nachgefragt, die mit ihrem großem Spiele-Sortiment im Backsteinbau Expertin auf dem Gebiet ist.

 

„Gerade gehen Spiele und alles, mit dem man sich zuhause beschäftigt, über die Ladentheke“, beschreibt die Inhaberin von Blass Erlebniswelt die Winter- und Weihnachtszeit. Also auch alles rund ums Basteln, Bauen und Experimentieren.

Kartenspiele und Musik

Wobei diese Zunahme schon sehr saisonspezifisch sei. „Im Sommer verkaufen wir aus diesem Bereich deutlich weniger“, erklärt sie. Momentan gebe es da schon einige Highlights, etwa „Topp die Torte“, das auch das Kinderspiel des Jahres 2025 ist und eine Altersempfehlung von sechs Jahren hat.

Dann ist da noch das Kartenspiel „Flip 7“, bei dem man sich in jeder Runde die Frage stellen sollte: Aufhören oder Weitermachen? „Das mögen wir hier auch sehr gerne“, spricht Elsayed für ihr Team. Und Musikspiele seien für Partys oder Familienabende stets sehr begehrt.

Niedrigere Preisklasse nachgefragt

Ihre Beobachtung: Für Weihnachten könne es dann auch einmal ein großer Puppenwagen, eine umfassendere „Lego“-Packung oder Fahrzeuge wie die „Brio“-Holzeisenbahn sein. Wobei sie da im Vergleich auch einen Wandel feststellt.

„Haben wir vor fünf Jahren bei den 300-Euro-Artikeln noch zwölf Stück auf Lager haben müssen, sind es jetzt nur noch ein oder zwei“, kommt sie auf den Wechsel weg von den großen Sachen hin zu kleineren – aber mindestens ebenso unterhaltsamen – Angeboten zu sprechen.

Basteln, Fantasie und Experimente

Und etwas, was sie aus ihrer eigenen Kindheit noch gut kenne – den Kaufladen, die Spielküche und das Puppenhaus – würde mittlerweile eigentlich gar nicht mehr nachgefragt werden. Aber was macht Elsayed denn selbst am meisten Freude, an den Mann oder die Frau zu bringen?

„Ich verkaufe gerne was zum Basteln, aber auch Dinge, die die Fantasie anregen, wie ‚Playmobil‘ oder Puppen“, verrät sie. Aber auch was zum Tüfteln und Experimentieren sei etwas sehr Schönes. Sie selbst spiele sehr gerne Brett- und Kartenspiele und könne da aus eigener Erfahrung gut beraten, erläutert Elsayed.

Brettspiele und Puzzles

Und auch das Falten und Knüpfen sei wieder im Kommen – etwa durch Makramee, einer Knüpftechnik für Spitze ohne Nadel. „Das ist keine Neuheit, das Rad wird nicht neu erfunden“, blickt sie auf die althergebrachten Methoden.

Im Vergleich dazu seien Online-Hypes, wie die „Labubu“-Figuren im Sommer, schon längst wieder Geschichte. Familien setzten hingegen weiterhin auf traditionelle Brettspiele, aber auch Puzzles. Wobei die Spiele-Expertin doch noch eine Neuheit ausmachen kann: „Es gibt jetzt Firmen, die kompatible Sachen zu ‚Lego‘ herausbringen“, erklärt sie – zwei der Unternehmen, die man im Sortiment habe, kämen sogar aus Deutschland.

Die Leichtigkeit der Kinder

Doch warum sollten Kinder überhaupt spielen? „Der Alltag des Erwachsenenlebens kommt noch früh genug“, findet Elsayed. Kinderköpfe hätten noch solch eine Leichtigkeit, die ungemein wichtig sei. Und meint schmunzelnd: „Ich glaube, jeder Elternteil kann froh sein, wenn die Kleinen möglichst lange im Kinderzimmer oder im Garten beim Spielen verbringen.“

Und was liegt ihr noch am Herzen? „Ich wünsche allen eine frohe Weihnachtszeit und ganz viel Gesundheit im Neuen Jahr“, sagt sie.