Immer noch werden Tiere zu Weihnachten verschenkt – bevorzugt an Kinder. Wir haben einmal die Tierärzte des Landratsamts in Calw gefragt, was sie denn davon so halten.
Die Veterinäre des Landkreises haben zum Thema Tiere als Geschenk eine ganz klare Meinung: „Ein Tier zu verschenken ist grundsätzlich keine gute Idee, besonders nicht an Weihnachten mit viel Trubel und wenig Zeit für das neue Heimtier“, heißt es in einer Antwort auf eine entsprechende Anfrage der Redaktion. Aus ihrer Sicht sollte die Anschaffung eines Haustiers „sehr wohl überlegt sein“ und mit den Familienmitgliedern intensiv vorher besprochen werden.
Viele Fragen sollten vor der Anschaffung geklärt sein: Ist es überhaupt gewünscht und wer übernimmt für zum Teil lange Zeit – bei Hunden bis zu 20 Jahren – die Pflege, Versorgung und die Verantwortung, besonders auch in Urlaubszeiten. Und kann ich mir die Kosten für die tierärztliche Versorgung oder auch für die Hundeschule eigentlich leisten?
Sind denn die Beschenkten auf die Aufgabe vorbereitet?
Für die Experten sind Haustiere als Geschenke auch aus anderen Gründen nicht angesagt. Unter anderem deshalb, weil die Beschenkten möglicherweise nicht auf die neue Aufgabe vorbereitet sind und deshalb die Tiere nicht ordnungsgemäß versorgt und tierschutzgerecht behandelt werden.
Und wenn man sich nun tatsächlich dazu entschließt, sich, der Familie oder dem Kind ein Haustier anzuschaffen, gibt es so manches zu beachten. Und das hat für die Veterinäre im Landratsamt vor allem damit zu tun, wo man ein solches Tier herbekommt.
Ausdrückliche Warnung vor illegalem Tierhandel
Und da sprechen die Experten eine klare Warnung aus: Auf keinen Fall sollte es ein Kauf aus dem „Kofferraum“ heraus sein. Vor illegalem Tierhandel aus dem Ausland wird da ausdrücklich gewarnt. Der Kauf sollte bei seriösen Züchtern mit tierschutzrechtlicher Erlaubnis die Bühne gehen.
Für die Experten gibt es durchaus Alternativen zu Tieren als Geschenke, bei denen man trotzdem viel Zeit mit Tieren verbringt und sie gut kennenlernen kann – sei es bei der Mitarbeit im Tierheim, beim Gassigehen für andere Tierbesitzer, als Urlaubsvertretung oder auch beim Urlaub auf dem Bauernhof.